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    BP-Chef Hayward reist nach Russland - Vizepremier Setschin: TNK-BP bleibt stabil

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    BP-Chef Tony Hayward will nach Russland reisen, um Russlands Führung von der stabilen Lage seines Unternehmens trotz der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zu überzeugen. Das teilt die britische Zeitung The Financial Times am Montag mit.

    MOSKAU, 21. Juni (RIA Novosti). BP-Chef Tony Hayward will nach Russland reisen, um Russlands Führung von der stabilen Lage seines Unternehmens trotz der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zu überzeugen. Das teilt die britische Zeitung The Financial Times am Montag mit.

    Während seines Besuchs will Hayward mit Präsident Dmitri Medwedew zusammentreffen.

    Wie die Zeitung betont, sind Russland und die USA die wichtigsten Länder in der Geschäftsstruktur des Unternehmens.

    Wie Russlands Vizepremier Igor Setschin am Sonntag erklärte, wird die Havarie im Golf von Mexiko keine negative Auswirkung auf die Aktivitäten des russisch-britischen Unternehmens TNK-BP haben. BP sei ein mächtiges Unternehmen mit diversifizierten Aktiva, so Setschin.

    Am 11. Juni hatte Setschin mitgeteilt, dass ein Verkauf von BP-Anteilen am Joint Venture TNK-BP nicht zur Debatte steht. Damit nahm er Stellung zu Äußerungen einiger Experten, laut denen BP diese Anteile verkaufen könnte, um den entstandenen Finanzschaden zu decken.

    Das Joint Venture TNK-BP war 2003 gegründet worden. Das Unternehmen gehört zu jeweils 50 Prozent dem britischen Konzern BP und dem russischen Konsortium AAR (25 Prozent gehören der Alfa-Grupp von Michail Fridman und jeweils 12,5 Prozent dem Unternehmen Renova von Viktor Wekselberg und Access Industries von Leonard Blavatnik).

    Die Förderunternehmen von TNK-BP liegen in West- und Osteuropa sowie in den Regionen Wolga und Ural. Dem Joint Venture gehören fünf Ölraffinerien in Russland und der Ukraine sowie 1 400 Tankstellen. Darüber hinaus gehören TNK-BP rund 50 Prozent der russischen Öl- und Gasgesellschaft Slavneft. Auf TNK-BP entfallen 16 Prozent der gesamten Ölförderung in Russland (die TNK-BP-Anteile an Slavneft mit eingeschlossen).

    Die gesamten nachgewiesenen Vorräte beliefen sich nach dem Stand vom 31. Dezember 2009 auf 8,5 Milliarden Barrel.

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