14:20 23 Oktober 2018
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    Gazprom dreht Weißrussland den Gashahn schrittweise zu

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    Gasstreit mit Weißrussland (61)
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    Der russische Staatskonzern Gazprom hat mit der Drosselung der Gaslieferungen an Weißrussland begonnen. Laut Konzernchef Alexej Miller werden die Lieferungen zunächst um 15 Prozent eingeschränkt.

    MOSKAU, 21. Juni (RIA Novosti). Der russische Staatskonzern Gazprom hat mit der Drosselung der Gaslieferungen an Weißrussland begonnen. Laut Konzernchef Alexej Miller werden die Lieferungen zunächst um 15 Prozent eingeschränkt.

    Lenke Minsk, das bei Gazprom hoch verschuldet ist, nicht ein, würden die Lieferungen weiter schrittweise, proportional zum Umfang der Schulden des Nachbarlandes, gedrosselt und schließlich nur noch 15 Prozent von der Tagesnorm betragen, kündigte Miller am Montag in Moskau an. Diese 15 Prozent reichten aus, damit Weißrussland sein Pipelinenetz instand halten könnte.

    Seit Anfang dieses Jahres bezahlt Weißrussland für die Gaslieferungen aus Russland nicht wie vertraglich vereinbart 169 US-Dollar je 1000 Kubikmeter, sondern nach eigenem Ermessen nur 150 Dollar. Als Folge steht das Land bei Gazprom bereits mit rund 192 Millionen Dollar in der Kreide. Zum Jahresende kann die Verschuldung laut Gazprom-Schätzungen auf eine halbe Milliarde Dollar anwachsen.

    Am Donnerstag stellte Gazprom Weißrussland eine 85-prozentige Kürzung der Gaslieferungen in Aussicht, sollte das Land bis 21. Juni seine bislang aufgelaufenen Schulden in Höhe von 192 Millionen US-Dollar nicht begleichen.

    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sagte am Freitag, sein Land akzeptiere den aktuellen Gaspreis nicht und gehe davon aus, dass es keine Schulden gegenüber Gazprom habe. Kurz danach schloss der weißrussische Vizeenergieminister Eduard Towpinez nicht aus, dass sein Land die Exportpipeline anzapfen würde, wenn Russland den Gashahn zudrehe.

    Am Montag teilte Gazprom mit, die Strafen für illegales Abzapfen von Erdgas verringert zu haben. 

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