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    Schuldenstreit: Weißrussland verspricht reibungslosen Gastransit nach Europa

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    Gasstreit mit Weißrussland (61)
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    Ungeachtet seines Schuldenstreits mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom verspricht Weißrussland einen reibungslosen Gastransit nach Westeuropa, obwohl es selber seit Montag weniger Gas aus Russland erhält.

    MINSK, 21. Juni (RIA Novosti). Ungeachtet seines Schuldenstreits mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom verspricht Weißrussland einen reibungslosen Gastransit nach Westeuropa, obwohl es selber seit Montag weniger Gas aus Russland erhält.

    „Obwohl Gazprom die Lieferungen an die Republik um 15 Prozent gedrosselt hat, unternimmt das Energieministerium Schritte, um einen reibungslosen Transit sicherzustellen“, sagte die Sprecherin des weißrussischen Energieministeriums, Ljudmila Senkowitsch, am Montag in Minsk.

    Beim Ministerium und beim nationalen Gasversorger Beltransgaz seien Krisenstäbe gebildet worden, welche mögliche Versorgungs-Engpässe auf dem Inlandsmarkt beseitigen sollen. Statt mit Erdgas könnten die inländischen Verbraucher verstärkt mit Heizöl beliefert werden.

    Gazprom hatte am Montag auf Anordnung von Staatspräsident Dmitri Medwedew mit der Drosselung der Gaslieferungen an Weißrussland begonnen, das beim russischen Gaslieferanten hoch verschuldet ist. Laut Konzernchef Alexej Miller werden die Lieferungen zunächst um 15 Prozent eingeschränkt.

    Wenn Minsk nicht einlenke, würden die Lieferungen schrittweise weiter zurückgefahren und schließlich nur noch 15 Prozent von der Tagesnorm betragen. Diese 15 Prozent reichten aus, damit Weißrussland sein Pipelinenetz betriebsfähig halten könnte.

    Seit Anfang dieses Jahres zahlt Weißrussland für die Gaslieferungen aus Russland nicht wie vertraglich vereinbart 169 US-Dollar je 1000 Kubikmeter, sondern nach eigenem Ermessen nur 150 Dollar. Als Folge steht das Land bei Gazprom bereits mit rund 192 Millionen Dollar in der Kreide.

    Zum Jahresende kann die Verschuldung laut Gazprom-Schätzungen auf eine halbe Milliarde Dollar anwachsen. Beide Staaten führen ihre Verhandlungen fort. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sagte am Freitag, sein Land akzeptiere den aktuellen Gaspreis nicht und gehe davon aus, dass es keine Schulden gegenüber Gazprom habe.

    Kurz danach schloss der weißrussische Vizeenergieminister Eduard Towpinez nicht aus, dass sein Land die Exportpipeline anzapfen würde, wenn Russland den Gashahn zudrehe. Am Montag teilte Gazprom mit, die Strafen für illegales Abzapfen von Erdgas verringert zu haben. 

    Laut Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow befindet sich eine weißrussische Delegation, darunter auch Beltransgaz-Direktor Wladimir Majorow, in Moskau, die Verhandlungen gehen weiter. Telefonisch unterhalte Gazprom auch mit der weißrussischen Regierung Kontakte.

     

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