06:10 23 Oktober 2018
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    Minsk bestätigt: Probleme mit Gastransit an EU möglich

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    Gasstreit mit Weißrussland (61)
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    Die Regierung in Minsk hat offiziell gewarnt: Die Gas-Transitmenge nach Europa wird schrumpfen, sollte Russland seine Lieferung an die weißrussischen Verbraucher weiter drosseln.

    MINSK, 21. Juni (RIA Novosti). Die Regierung in Minsk hat offiziell gewarnt: Die Gas-Transitmenge nach Europa wird schrumpfen, sollte Russland seine Lieferung an die weißrussischen Verbraucher weiter drosseln.

    „Sollte Russland seine Gaslieferung weiter drosseln, ist eine technische Reduzierung der Transitmenge nach Europa möglich“, erklärte das weißrussische Energieministerium am Montag in einem Schreiben an die Generaldirektion Energie und Verkehr der EU-Kommission.

    Wie es weiter hieß, muss der Energieverbrauch im weißrussischen Industriesektor mittlerweile eingeschränkt werden.

    Der weißrussische Vizeenergieminister Eduard Towpinez versprach unterdessen, sein Land werde bis 5. Juli die Rechnung für das russische Gas komplett begleichen. 

    Towpinez behauptete dabei, auch Russland schulde Weißrussland 210 Millionen US-Dollar Transitgebühren: „Das Energieministerium hat einen Brief an Gazprom gerichtet und vorgeschlagen, die Transitdienstleistungen zu bezahlen".

    Der russische Energieriese Gazprom hatte zuvor am Montag seine Gaslieferung an Weißrussland wegen der angehäuften Schulden um 15 Prozent gedrosselt. Falls Weißrussland die Rechnung für das gelieferte Gas nicht bezahle, sei eine Drosselung um 85 Prozent möglich, warnte Gazprom-Chef Alexej Miller. Dass in diesem Fall ein reibungsloser Transit „technologisch" unmöglich sei, verlautete aus Regierungskreisen in Minsk bereits am Wochenende.

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