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    Russland plant Rückholaktion für Auswanderer - „Wedomosti“

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    Unternehmer mit sowjetischen Wurzeln können bei ihrer Rückkehr nach Russland mit Ermäßigungen rechnen, schreibt die Zeitung „Wedomosti" am Mittwoch.

    MOSKAU, 14. Juli (RIA Novosti). Unternehmer mit sowjetischen Wurzeln können bei ihrer Rückkehr nach Russland mit Ermäßigungen rechnen, schreibt die Zeitung „Wedomosti" am Mittwoch.

    Es hat anscheinend keine anderen Wege gegeben, um die aktive Bevölkerung anzulocken.

    Das russische Ministerium für regionale Entwicklung hat am Dienstag ein neues Programm vorgestellt. Dabei geht es um die freiwillige Übersiedlung von im Ausland lebenden Landsleuten.

    Laut Alexej Tschernyschow vom Ministerium für regionale Entwicklung wird das Programm im August endgültig mit den anderen Behörden abgestimmt. Im September soll Dokument der Regierung vorgelegt werden.

    Unter den Landsleuten versteht man Bürger der ehemaligen Sowjetunion, Auswanderer und deren Nachkommen. Seit 2006 nahmen nur die Lohnarbeiter an dem Programm teil. Der Kreis der Teilnehmer der neuen Rückholaktion soll deutlich größer sein.

    Die Rückkehrer sollen in folgende Gruppen aufgeteilt werden: Arbeiter, Studierende, Unternehmer, Bauern, Gemeindemitglieder und Personen mit besonderen Verdiensten. Am 1. Dezember kommenden Jahres muss die Regierung ein Punktesystem für die Auswahl der Landsleute ausarbeiten. Dennoch können die Teilnehmer aus dem Programm ausgeschlossen werden, wenn sie gegen die Regeln verstoßen (eine andere Tätigkeit ausüben). Das jetzige Programm sieht die Erstattung der Reisekosten und Umzugsgeld vor. Die zurückkehrenden Unternehmer, Bauern und Gemeindemitglieder können mit einer dreijährigen Befreiung von den Zöllen und der Einfuhrsteuer für ihre Vermögenswerte bei einem Umzug nach Russland rechnen. Zudem wird das Kontrollverfahren an der Grenze vereinfacht. Außerdem soll es eine Steuerermäßigung beim Kauf von Vermögenswerten geben. Falls die Berufstätigkeit anfangs keine Einnahmen bringt, werden die Umsiedler innerhalb von sechs Monaten das Unterstützungsgeld bekommen. Falls man keine Wohnung in Russland hat, kann man sich bei der juristischen Adresse anmelden, die von den Behörden festgelegt wird, um an Kredite zu gelangen.

    Laut Tschernyschow hatten früher nur von sieben bis acht Prozent der Auswanderer (jedes Jahr kamen rund 8000 Personen nach Russland) das Staatsprogramm genutzt. Nach der Verabschiedung des neuen Programms könnte sich deren Zahl auf 50 Prozent erhöhen. Bis 2012 müssten für diese Ziele aus der Staatskasse jedes Jahr 1,2 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 39 Rubel) ausgegeben werden, so Tschernyschow.

    Wie Modest Kolerow, Chefredakteur der Nachrichtenagentur Regnum, betonte, wurden durch das jetzige Programm viel weniger Auswanderer angelockt als geplant. Daran seien unter anderem die regionalen Behörden schuld, die Arbeitsplätze nach dem Restprinzip mit Gehältern in Höhe bis 10.000 Rubel angeboten hätten. Neue Ermäßigungen könnten das Interesse eines aktiveren Teils der Auswanderer erwecken, sagte Kolerow.

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