15:26 18 Oktober 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Dürre sorgt für Beschleunigung der Inflation in Russland

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Russland brennt (224)
    0 0 0

    Die von RIA Novosti befragten Experten sind der Meinung, dass die Folgen des Futtermangels, zusätzlicher Budgetausgaben für Brandbekämpfung sowie der Entschädigungszahlungen für Brandgeschädigte noch dieses Jahr spürbar werden.

    Die von RIA Novosti befragten Experten sind der Meinung, dass die Folgen des Futtermangels, zusätzlicher Budgetausgaben für Brandbekämpfung sowie der Entschädigungszahlungen für Brandgeschädigte noch dieses Jahr spürbar werden.

    Wegen der extremen Trockenheit, die bereits seit einem Monat anhält, hat das russische Landwirtschaftsministerium die Prognose für die Getreideernte von 90 Millionen auf etwa 65 Millionen Tonnen nach unten korrigiert. Die Regierung hat vor kurzem ein Exportverbot für Getreide bis zum Jahresende verhängt.

    Denis Barabanow, Analyst des Investmenthauses Grandis Capital, fürchtet, dass das die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der Ausgaben für die Bekämpfung der tobenden Torf- und Waldbrände deutlich beeinträchtigen werde.

    Dem Chef der Abteilung für makroökonomische Forschung der UniCreditBank, Wladimir Osakowski, zufolge wird die Inflation wegen ansteigender Preise für Lebensmittel auf 0,1 bis 0,2 Prozent monatlich wachsen, obwohl in diesen Monaten normalerweise eine Deflation registriert wird.

    Mehrere Experten sind der Meinung, dass für das Preiswachstum das Exportverbot verantwortlich ist. Denis Barabanow zufolge wird das Getreide nicht auf den Binnenmarkt kommen, sondern bis zum 31. Dezember eingelagert werden, bis das Exportverbot aufgehoben wird. In einigen Regionen Russlands werden die Preise für Getreide bereits in die Höhe getrieben.

    Das Ergebnis dieser Preissteigerungen wird Analysten zufolge im Herbst besonders sichtbar. Das könne die Wiederbelebung der russischen Wirtschaft stören.

    Die Regierung rechne jedoch mit der Verlangsamung der Inflation im Vergleich zu den anderen Jahren. So wird für 2010 eine Inflationsrate von sechs bis sieben Prozent prognostiziert. Zum Vergleich: 2009 waren das 8,8 Prozent und 2009 lag die Inflation bei 13,3 Prozent.

    Analysten von VTB Capital zufolge bestehe die Gefahr, dass sich die Regierung auf die Eindämmung der Inflation konzentrieren wird, statt die Wirtschaft vorrangig zu stimulieren.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland brennt (224)