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    Medwedew startet Bildungsoffensive - „Nesawissimaja Gaseta“

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    Zwischen Ende August und Anfang September berät Präsident Dmitri Medwedew mit der Kommission für Modernisierung erneut über die Zukunft Russlands, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    MOSKAU, 10. August (RIA Novosti). Zwischen Ende August und Anfang September berät Präsident Dmitri Medwedew mit der Kommission für Modernisierung erneut über die Zukunft Russlands, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Dieses Mal soll es um Ausbildung gehen. Die Mitglieder der Kommission müssen eine Frage lösen: Wie kann man günstige Bedingungen für Erfinder schaffen und eine Philosophie für die Nutzer von Innovationen entwickeln? Westliche Universitäten zeigen sich bereit, Russland dabei zu helfen.

    Medwedew wollte bereits im März mit der Kommission über die Bildung sprechen. Damals gab es jedoch wichtigere Themen zur Innovation. Medwedew will sich mit den Bildungsfragen vor dem Beginn des neuen Schuljahres befassen.

    Bildungsminister Andrej Fursenko soll darüber Auskunft geben, auf welcher Stufe sich das Projekt „Unsere neue Schule“ befindet. Mit dem Projekt soll die heranwachsende Generation an die innovative Wirtschaft herangeführt werden. Eine der wichtigsten Aufgaben der Schulen ist, Engagement, Kreativität, die Fähigkeit, den eigenen Berufsweg zu wählen, und die Bereitschaft, das ganze Leben lang etwas Neues zu erlernen, beizubringen.

    Laut dem von Medwedew bestätigten Projekt „Unsere neue Schule“ muss Bildung im 21. Jahrhundert auch auf das Erlernen von Zukunftstechnologien gerichtet sein. Die Schüler müssen zu Forschungsprojekten herangezogen werden, um erfinden, verstehen und Neues erlernen zu können.

    Wie Waleri Fadejew, Chef des Instituts für Gesellschaftsprojektierung, betonte, haben die Schulen in Russland Wettbewerbsvorteile. „Die Situation in den Schulen ist im Vergleich zur Hochschulausbildung viel besser. In Russland gibt es etliche Schulen, die dem Weltniveau entsprechen, wohin die Bürger der führenden westlichen Länder kommen, um zu studieren“, sagte Fadejew. Diese Schulen seien absolut innovativ, obwohl auch dort Methoden aus  Sowjetzeiten angewandt werden. „Damals hatte es viele Pionierlehrer gegeben. Die Leistungen ihrer Schüler sind auffällig und bedeutenswert“. Laut Fadejew besteht die Hauptaufgabe darin, mehr solchen Schulen zu schaffen. Es dürfte kein großes Problem sein, einige Dutzende Schulen in einige Hunderte zu verwandeln, so Fadejew.

    Die Situation um die Hochschulausbildung sieht etwas anders aus. Das Hauptproblem besteht darin, dass es keine Nachfrage nach High-Tech-Spezialisten gibt. „In Sowjetzeiten war der Militär-Industrie-Komplex sehr stark entwickelt. Das war ein sehr starker Bereich gewesen, wo Ausbildung, Konzepte und Produktion vereint wurden. Dies war die Folge der Nachfrage seitens bestimmter Wirtschaftssektoren“. Derzeit gebe es keine Massennachfrage in einem bestimmten Bereich. Deshalb sei die Hochschulausbildung so gestaltlos, betonte Fjodorow. „Die Aufgabe besteht darin, diejenigen Wirtschaftssektoren wiederzubeleben, wo Nachfrage nach innovativen Spezialisten und innovativen Managern entstehen wird, die die Kenntnisse in Geschäftsideen verwandeln können“, so der Experte.

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