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    USA springen für Russland auf Getreide-Weltmarkt ein

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    Extreme Hitze beeinträchtigt Leben in Russland (51)
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    MOSKAU, 11. August (RIA Novosti). Auf dem internationalen Getreidemarkt wird Russland, das bis zum 31. Dezember kein Getreide exportieren wird, eher von den USA als von postsowjetischen Staaten ersetzt. Diese Meinung äußerte Russlands Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik am Dienstag im russischen Funksender Echo Moskwy.

    MOSKAU, 11. August (RIA Novosti). Auf dem internationalen Getreidemarkt wird Russland, das bis zum 31. Dezember kein Getreide exportieren wird, eher von den USA als von postsowjetischen Staaten ersetzt. Diese Meinung äußerte Russlands Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik am Dienstag im russischen Funksender Echo Moskwy.

    Danach gefragt, ob Russlands Nachbarstaaten Kasachstan und die Ukraine für Russland einspringen könnten, stellte die Ministerin fest, dass es in diesen GUS-Staaten, wie auch in Russland, von Dürre bedingte Probleme mit der Ernte gibt. 
    „Bei ihnen ist die Situation natürlich besser als bei uns, sie ist aber keinesfalls so optimistisch, dass man davon sprechen könnte, dass diese Länder unseren Platz auf dem Getreideweltmarkt einnehmen würden“, äußerte sie.

    In den USA, dem weltgrößten Getreideexporteur, sei es indes „mit der Ernte alles in Ordnung“.
    In den letzten Jahren war Russland der viertgrößte Weizenexporteur nach den USA, der EU und Kanada. In der vergangenen Agrarsaison exportierte Russland 21,4 Millionen Tonnen Getreide. Die größten Abnehmer von Weizen aus Russland sind Ägypten, die Türkei, Pakistan, Aserbaidschan, Syrien, Jordanien, der Iran, Libyen, Bangladesch und Jemen. Angesichts des für dieses Jahr prognostizierten Rückgangs der Ernte von 97,1 Millionen Tonnen 2009 auf 60 bis 67 Millionen Tonnen beschloss die russische Regierung einen vorübergehenden Ausfuhrstopp von Getreide und Mehl.
    Zugleich äußerte Skrynnik ihre Hoffnung darauf, dass die bisherigen Abnehmer von russischem Weizen in den darauffolgenden Jahren Russlands Kunden bleiben werden.

    Nach ihrer Meinung könnte die Regierung Anfang Oktober, wenn die Situation mit der Ernte klar wird, eine Aufhebung des Exportembargos Anfang erwägen. Zugleich betonte sie, dass „das gesamte in Russland produzierte Getreide seine Abnehmer finden wird“. Nach ihren Angaben sind die Aufkaufpreise für Weizen innerhalb des Landes seit dem Jahresbeginn je nach Sorte um 48 bis 70 Prozent angestiegen. Die Ministerin erwartet allerdings keinen schlagartigen Anstieg der Brotpreise, weil „das Getreide höchstens 20 Prozent des Selbstkostenpreises von Brot“ ausmacht.

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