17:34 18 Dezember 2017
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    Bau der Ostsee-Pipeline: Verlegeschiff erreicht Finnischen Meeresbusen

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    Ostsee-Gaspipeline (32)
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    Der Bau der 1.224 Kilometer langen Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland kommt weiter voran: Das Spezialschiff Solitaire hat mit der Verlegung des Streckenabschnitts im Finnischen Meerbusen begonnen.

    Der Bau der 1.224 Kilometer langen Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland kommt weiter voran: Das Spezialschiff Solitaire hat mit der Verlegung des Streckenabschnitts im Finnischen Meerbusen begonnen.

    Wie Projektbetreiber Nord Stream AG am Mittwoch mitteilte, hat die Solitaire 7,5 Kilometer vom russischen Küstenbereich entfernt mit der Verlegung der Pipeline im Finnischen Meerbusen begonnen und wird die Leitung in westlicher Richtung bis zum Kilometerpunkt 300 bauen.

    Ab Januar 2011 solle der Rohleger die Arbeiten am Routenabschnitt vom Kilometerpunkt 350 zurück zum 300. Kilometerpunkt fortsetzen. Von Mai bis September 2011 solle die Solitaire den zweiten Pipelinestrang im gleichen Streckenbereich verlegen.

    Das dynamisch positionierte Verlegeschiff muss der Meldung zufolge nicht verankert werden und sei deshalb insbesondere für die Einsätze im verkehrsreichen Finnischen Meerbusen geeignet. Auch Munitionsaltlasten auf dem Grund der Ostsee stellten für das Schiff kein Problem dar.

    Der Streckenabschnitt zwischen der russischen Küste und dem Kilometerpunkt 7,5 wurde bereits vom Rohverleger Castoro Sei  (C6) verlegt. Die C6 baut jetzt einen Pipelineabschnitt in finnischen Gewässern.

    Die Gaspipeline Nord Stream soll durch die Ostsee von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut werden. Die neue Leitung ermöglicht Direktlieferungen russischen Erdgases nach Westeuropa ohne Umweg über Transitländer. Projektbetreiber Nord Stream AG gehört zu 51 Prozent dem russischen Staatskonzern Gazprom. Weitere Gesellschafter sind die deutschen Unternehmen BASF AG und E.ON AG, der niederländische Versorger Gasunie und der französische Energiekonzern GdF Suez.

    Der erste, 1200 Kilometer lange Strang mit einer Leistung von 27,5 Milliarden Kubikmeter soll 2010 fertig gestellt werden. Nach der Verlegung eines zweiten Stranges soll die Kapazität der Pipeline auf 55 Milliarden Kubikmeter steigen. Nord Stream soll russische Gasvorkommen, die größten in der Welt, durch die Ostsee mit dem europäischen Versorgungsnetz verbinden und den EU-Bedarf zu einem Viertel decken.

    Nach Angaben der Nord Stream AG verlaufen die Bauarbeiten planmäßig. Über 250 Kilometer des ersten Pipelinestrangs wurden bereits in schwedischen und finnischen Gewässern verlegt. Im russischen Anlandungsbereich in der Bucht von Portowaja nahe Wyborg und im deutschen Anlandungsbereich in Lubmin bei Greifswald wurden bereits beide Leitungsstränge gefertigt und an Land gezogen.

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