08:55 17 Dezember 2017
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    Medwedew will mehr Erdgas in Aserbaidschan kaufen

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    Der staatliche aserbaidschanische Energiekonzern SOCAR und der russische Gasförderer Gazprom planen ein Zusatzabkommen über verstärkte Käufe von aserbaidschanischem Erdgas in den Jahren 2011 und 2012.

    Der staatliche aserbaidschanische Energiekonzern SOCAR und der russische Gasförderer Gazprom planen ein Zusatzabkommen über verstärkte Käufe von aserbaidschanischem Erdgas in den Jahren 2011 und 2012.

    Wie Russlands Präsidentenberater Sergej Prichodko am Mittwoch in Moskau mitteilte, wird das Dokument voraussichtlich am 2./3. September während eines Besuchs des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku unterzeichnet. Auf dem Programm der Visite stünden die Kooperation in der Energiesphäre und aussichtsreiche Investitionsprojekte, sagte er.

    Im Juni hatte Gazprom-Chef Alexej Miller erklärt, sein Unternehmen sei an aserbaidschanischem Gas äußerst interessiert und auch bereit, beliebige Gasmengen in Aserbaidschan zu kaufen.

    SOCAR und Gazprom hatten im Oktober 2009 einen Vertrag über die Gaslieferungen nach Russland für 2010 bis 2015 unterzeichnet. Erstes Gas floss bereits am 1. Januar dieses Jahres in die Gazprom-Pipeline. Ursprünglich plante der russische Monopolist, jährlich 500 Millionen Kubikmeter Gas in Aserbaidschan zu beziehen. Später vereinbarten die Partner eine Verdoppelung dieser Menge. Der Vertrag von 2009 kann nach Ablauf verlängert werden.

    2010 wird Russland somit eine Milliarde Kubikmeter aserbaidschanisches Gas abnehmen und will die Menge 2011 auf zwei Milliarden erhöhen. Aserbaidschanisches Gas wird über die Pipeline Baku - Nowo-Filja nach Russland gepumpt, die entlang der Küste des Kaspischen Meeres zur russischen Grenze führt. Die Leitung ist rund 200 Kilometer lang und hat einen Durchmesser von 1220 Millimetern.