14:46 23 September 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russland deckt eigenen Bedarf an Getreide - Ministerin

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0

    Russland muss der Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik zufolge in diesem Jahr kein Getreide importieren, da die diesjährige Ernte den Innenbedarf des Landes völlig deckt.

    Russland muss der  Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik zufolge in diesem Jahr kein Getreide importieren, da die diesjährige Ernte den Innenbedarf des Landes völlig deckt.

    „Wir haben es nicht nötig, Getreide zu importieren“, sagte Skrynnik am Dienstag in Moskau.

    Wie die russischen Behörden wiederholt mitgeteilt hatten, wird es keinen Getreidemangel geben. Präsident Dmitri Medwedew äußerte am 2. September in einer Sitzung des Staatsrates, dass es ausreichende Mengen an Getreide, Milch, Fleisch und Zucker geben wird. Der Präsident versprach den russischen Bürgern Hilfe im Falle einer drastischen Lebensmittelverteuerung.

    Skrynnik teilte ferner mit, dass Russland wegen der verheerenden Dürre in diesem Jahr rund vier Millionen Tonnen Kartoffeln importieren muss.

    Die Ministerin hatte Anfang 2010 mitgeteilt, dass Russland seinen Bedarf an Kartoffeln vollständig decke. Im Jahre 2008 waren rund 570 000 Tonnen Kartoffeln eingeführt worden.

    Die führenden russischen Einzelhandelsunternehmen im Lebensmittelbereich konstatieren eine Preiserhöhung für Kartoffeln, wollen jedoch keine Prognosen wagen, bis genaue Erntezahlen bekannt sind.

    Wie Skrynnik zuvor den Staatsduma-Abgeordenten mitgeteilte hatte, sind in diesem Jahr mehr als 22 000 russische Landwirtschaftsbetriebe von der Dürre heimgesucht worden. Die berechneten direkten Verluste des Agrarindustriekomplexes haben mehr als 39 Milliarden Rubel (umgerechnet eine Milliarde Euro) erreicht. Die Pflanzenkulturen auf einer Anbaufläche von 13 Millionen Hektar sind vertrocknet, das sind 30 Prozent von der gesamten Saatfläche in den von der Dürre betroffenen Gebieten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren