19:32 16 Dezember 2017
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    Russlands Landwirtschaft: Produktionsrückgang bei zehn Prozent - Erster Vizepremier

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    Der Produktionsumfang der russischen Landwirtschaft ist wegen der Dürre in diesem Sommer schlechter als geplant ausgefallen und nach vorläufigen Angaben um zehn Prozent geschrumpft.

    Der Produktionsumfang der russischen Landwirtschaft ist wegen der Dürre in diesem Sommer schlechter als geplant ausgefallen und nach vorläufigen Angaben um zehn Prozent geschrumpft.

    Bis zum 1. September haben alle Wirtschaften Russlands (Landwirtschaftsbetriebe, Farmen und Privatwirtschaften) nach Angaben der Russischen Statistikbehörde Rosstat insgesamt 44,1 Millionen Tonnen Getreide weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gedroschen, teilte der Erste Vizepremier Russlands, Igor Schuwalow, am Freitag in einer Plenarsitzung der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) weiter mit. Das sei ein Rückgang um 31 Prozent.

    Nach Rosstat-Angaben per 1. September 2010 wurden in Russland um 24,4 Prozent weniger Kartoffeln als im Vergleichszeitraum 2009 und um 6,1 Prozent weniger Gemüse geerntet.

    Die außergewöhnliche Hitze und Dürre im europäischen Teil Russlands, die zu Naturbränden und extremer Luftverschmutzung in mehreren Regionen führte, vernichtete in diesem Sommer nach den jüngsten Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums die Ernte auf einer Gesamtfläche von mehr als 13 Millionen Hektar. Das sind 30 Prozent der gesamten Saatfläche mit Getreidekulturen.
    Wie früher berichtet wurde, hat das jüngste Expertengutachten ergeben, dass mehr als 24 000 Wirtschaften in 816 russischen Gebieten von der Dürre betroffen waren.

    Gleichzeitig äußerte Schuwalow, dass die Situation „nicht schlecht“ sei und Russland im kommenden Jahr das geplante Wachstumstempo erreichen könne.
    Schuwalow zufolge hat die Regierung eine Reihe von Krisenmaßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Gebiete eingeleitet.

    Er verwies darauf, dass die russische Landwirtschaft ursprünglich für Jahresende 2010 mit einem Produktionswachstum um zwei Prozent gerechnet habe. Die Missernte in vielen Agrargebieten des Landes habe jedoch diese Pläne durchkreuzt.

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