23:20 18 Dezember 2017
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    Stauflügler (Archivfoto)

    Russische Serienfertigung von Bodeneffektfahrzeugen erst nach 2015

    © Sputnik/ Alexander Polyakov
    Wirtschaft
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    Russland nimmt die seit Jahren abgebrochenen Arbeiten an der Entwicklung von Militär- und Zivil-Bodeneffektfahrzeugen wieder auf. Ihre Serienfertigung kann nach 2015 beginnen.

    Russland nimmt die seit Jahren abgebrochenen Arbeiten an der Entwicklung von Militär- und Zivil-Bodeneffektfahrzeugen wieder auf. Ihre Serienfertigung kann nach 2015 beginnen.

    Das teilte Sergej Platonow, Generaldirektor und Generalkonstrukteur des Zentralen Alexejew-Konstruktionsbüros für Tragflügelschiffe (Gruppe der Unternehmen Radar), RIA Novosti am Freitag mit.

    Am Mittwoch teilte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow in einer Sitzung der Kommission für Modernisierung, die in Ramenskoje (Stadt bei Moskau) stattfand, mit, dass Russland große Pläne zur Entwicklung von Bodeneffektfahrzeugen habe. An der Sitzung nahm Präsident Dmitri Medwedew teil.

    „Bis zum Oktober soll eine Konzeption zur Entwicklung von Bodeneffektfahrzeugen neuer Generation in Russland der Regierung vorgelegt werden. Diese Konzeption wird es unserem Land ermöglichen, die Weltpriorität auf diesem Gebiet beizubehalten und einen ökonomischen Nutzeffekt zu erhalten“, sagte Platonow.

    Er verwies darauf, dass es im Falle der Billigung dieser Konzeption um eine Baureihe von Bodeneffektfahrzeugen mit einer Wasserverdrängung von 50, 100 und 600 Tonnen gehen wird.

    „Das ist die Nahperspektive. Wir planen, bis 2020 zum Bau von Bodeneffektfahrzeugen mit einer Wasserverdrängung von 2000 bis 3000 Tonnen überzugehen“, führte Platonow aus.

    Er verwies darauf, dass in den sowjetischen Zeiten das Bodeneffektfahrzeug Lunj mit einer Wasserverdrängung von 400 Tonnen, zu dessen Bewaffnung Marschflugkörper Moskit gehörten, sowie das Landungs- und Rettungswasserfahrzeug Orljonok mit einer Tragfähigkeit von 20 Tonnen entwickelt worden waren. Nach seinen Worten erreichten diese Fahrzeuge eine Stundengeschwindigkeit von 400 bis 600 Kilometern. Ihre Seetüchtigkeit betrug die Stärke 6. „Dieselbe Lunj konnte bei drei Meter hohen Wellen starten und landen“, sagte der Generalkonstrukteur.

    Nach seinen Worten arbeiten die Amerikaner schon seit zehn Jahren an einem Erstmuster und können es nicht entwickeln.

    Auf die Vorzüge der Bodeneffektfahrzeuge eingehend, sagte Platonow, dass ihre Nutzlast bis zu 40 Prozent ihrer Gesamtwasserverdrängung ausmache, was weder für Schiffe noch Flugzeuge erreichbar sei.

    Als Beispiel führte er insbesondere an, dass auf einem Bodeneffektfahrzeug, das derzeit entwickelt wird, 32 Raketen vom Typ Club untergebracht werden könnten.

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