22:25 18 Juli 2018
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    Russland baut Öltransporte durch Nordostpassage nach Südostasien aus

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    Vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung und der wachsenden Piraterie in den südlichen Meeren nimmt Russland die Nordostpassage, den kürzesten Seeweg von Europa nach Asien, immer stärker in Anspruch. Unter anderem um seine Rohstofflieferungen in den Asiatisch-Pazifischen Raum auszubauen.

    Vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung und der wachsenden Piraterie in den südlichen Meeren nimmt Russland die Nordostpassage, den kürzesten Seeweg von Europa nach Asien, immer stärker in Anspruch. Unter anderem um seine Rohstofflieferungen in den Asiatisch-Pazifischen Raum auszubauen.

    In diesem Sommer hat der Atomeisbrecher „Rossija“ drei Tanker mit für südostasiatische Staaten bestimmtem Erdöl entlang der Nordküsten Europas und Asiens vom Weißen Meer bis zur Beringstraße begleitet. 2011 sollen mindestens sechs Tankschiffe auf dieser Trasse fahren, die mit nur 5000 Seemeilen deutlich kürzer als die traditionelle südliche Route aus Europa nach Asien (12000 Seemeilen) ist.

    Beim Transport durch die Nordostpassage (Fotostrecke) würden 15 bis 20 Tage eingespart, erzählte Oleg Schtschapin, Kapitän des Eisbrechers Rossija, der gerade erst russische Forscher auf eine driftende Eisscholle am Pol gebracht hat und jetzt in den Heimathafen Murmansk unterwegs ist.

    In diesem Jahr hat die Rossja erstmals die vielversprechende Transitader schiffbar gemacht. Einer der Beweggründe dafür seien neben der abnehmenden Eisdecke die somalischen Piraten gewesen, so der Kapitän. „Das was ein kühnes Experiment. Jetzt aber können neue Eiskarten erstellt werden, mit denen die zukünftigen Fahrten leichter fallen werden.“

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