04:55 18 Juli 2018
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    Nabucco-Betreiber rechnet 2011 mit ersten Gasverträgen

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    Erste Verträge über die Lieferung von Erdgas für die künftige europäische Gaspipeline Nabucco werden etwa Mitte 2011, möglicherweise mit Aserbaidschan, geschlossen.

    Erste Verträge über die Lieferung von Erdgas für die künftige europäische Gaspipeline Nabucco werden etwa Mitte 2011, möglicherweise mit Aserbaidschan, geschlossen.

    Das erklärte Christian Dolezal, Vertreter des Nabucco-Konsortiums, das die Pipeline bauen und künftig auch betreiben soll, am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. "Alle sechs Nabucco-Aktionäre - RWE, OMV, MOL, Transgaz,  BEH und Botas - führen intensive Verhandlungen… Wichtig ist, dass es in der Region um das Kaspische Meer genug Erdgas gibt. Wir sind sicher, dass die Verträge 2011 unterzeichnet werden", sagte der Experte.

    Den Angaben nach planen RWE und OMV, die Lieferung von wenigstens zehn Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr zu erwirken, um die Kapazitäten der Pipeline zum Beginn ihrer Inbetriebnahme minimal auszulasten.

    Zum Konsortium Nabucco Gas Pipeline International GmbH gehören die OMV Gas & Power GmbH (Österreich), MOL (Ungarn), BEH-Tochter Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz (Rumänien), Botas (Türkei) und die RWE Supply & Trading GmbH (Deutschland) mit einem Anteil von jeweils 16,67 Prozent.

    Die rund 3300 Kilometer lange Pipeline soll eine Durchsatzkapazität von 31 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr haben. Die 7,9 Milliarden teure Pipeline wird im Grunde genommen eine Verlängerung der Leitung Baku-Tiflis-Erzurum sein. Zwei Drittel der Röhre werden voraussichtlich durch das türkische Gebiet führen. Das genaue Datum der Inbetriebnahme steht noch nicht fest.

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