15:25 17 Februar 2019
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    Russische Wirtschaft: Goldman Sachs optimistischer als Regierung in Moskau

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    Der russische Staatshaushalt kann laut einer Prognose der Investmentbank Goldman Sachs bereits im kommenden Jahr - vier Jahre früher als das die Regierung in Moskau erwartet - aus den roten Zahlen kommen.

    Der russische Staatshaushalt kann laut einer Prognose der Investmentbank Goldman Sachs bereits im kommenden Jahr - vier Jahre früher als das die Regierung in Moskau erwartet - aus den roten Zahlen kommen.

    2012 könnte Russland  - dank höherer Ölpreise - schon einen Haushaltsüberschuss verbuchen, heißt es in einer Prognose des Investmenthauses, die von der Agentur Bloomberg zitiert wird.

    Die russische Regierung erwartet, dass der Staatshauhalt bis einschließlich 2014 defizitär bleibt. Dabei gehen die Minister davon aus, dass der Barrelpreis der Ölsorte Urals, des russischen Hauptexportartikels, in den drei nächsten Jahren von 75 auf 79 Dollar steigen und sich das Haushaltsloch von 3,6 auf 2,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verringern wird.

    Laut Goldman Sachs kann der Ölpreis bereits zu Jahresbeginn 2011 die 100 Dollar-Marke übersteigen und bis Dezember auf 110 Dollar je Fass klettern. Der russische Finanzminister Alexej Kudrin hatte zuvor geäußert, dass der Staatsetat 2010 nur bei einem Ölpreis von 109 Dollar je Barrel aus dem Defizit wäre.

    Auch ist die Goldman Sachs optimistischer über das Wirtschaftswachstum in Russland. Laut dem Bankanalysten Clemens Grafe legt das russische Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr um 5,3 Prozent und 2012 um rund 5,6 Prozent zu. Die offizielle Prognose der russischen Regierung lautet 4,2 bzw. 3,9 Prozent.

    Im vergangenen Jahr hatte Russland erstmals seit 1999 ein Haushaltsdefizit verbucht, das 5,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprach. 2008 hatte Russland noch mit einem Haushaltsüberschuss von rund vier Prozent abgeschlossen.

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