14:58 20 Juli 2018
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    Grünes Licht für Megafusion in russischer Chemieindustrie (Zusammenfassung)

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    Das russische Kartellamt wird der geplanten Zusammenlegung der russischen Düngerproduzenten Uralkali und Silvinit zustimmen.

    Das russische Kartellamt wird der geplanten Zusammenlegung der russischen Düngerproduzenten Uralkali und Silvinit zustimmen.

    "Allerdings mit einer Auflage, die den russischen Binnenmarkt vor einem Anstieg der Düngerpreise schützen wird, im Laufe von zehn oder möglicherweise sogar 20 Jahren", sagte Behördenchef Igor Artemjew am Freitag Journalisten in Moskau. "Wir verfolgen den Deal seit langem und sind wohlwollend eingestellt." Beide Unternehmen hätten zuvor am Freitag den Fusionsantrag beim föderalen Antimonopoldienst gestellt, sagte er.

    Uralkali will durch die Fusion mit dem Konkurrenten Silvinit zum Monopolisten bei der Produktion von Kaliumchlorid im Land und weltweit zur Nummer 3 aufsteigen. Geplant ist, dem Konzern Madura Holdings des Unternehmers Dmitri Rybolowlew 20 Prozent der Silvinit-Papiere zu einem Stückpreis von 894,5 US-Dollar abzukaufen.

    Der Deal wird somit rund 1,4 Milliarden Dollar kosten. Die restlichen Silvinit-Aktien sollten in Uralkali-Aktien konvertiert werden. Dazu will Uralkali Neuaktien in Höhe von etwa 50 Prozent des Grundkapitals emittieren.

    Die potentiellen Fusionspartner waren zuvor von unabhängigen Wirtschaftsprüfern bewertet worden: Uralkali von Financial Consulting Group und Silvinit vom Büro für Business-Bewertung. 80 Prozent der Silvinit-Stämme kosten etwa 5,5 Milliarden Dollar und 100 Prozent der Vorzüge 900 Millionen Dollar.

    Uralkali- und Silvinit- Aktionäre wollen in einer außerordentlichen Versammlung am 4. Februar endgültig über die Fusion entscheiden. Uralkali rechnet nach eigenen Angaben damit, den Kauf von 20 Prozent der Silvinit-Aktien Ende Februar 2011 perfekt zu machen. Die Übernahme von Silvinit wird voraussichtlich zum Mai 2011 unter Dach und Fach sein.

    Zur Finanzierung des Kaufs wird Uralkali nach eigenen Angaben auf Rubel lautende Anleihen auflegen. Der Uralkali-Aufsichtsrat hatte bereits beschlossen, dreijährige Papiere im Gesamtwert von bis zu 50 Milliarden Rubel (1,25 Milliarden Euro) zu platzieren. Der neue Riese dürfte einen Marktwert von rund 24 Mrd. Dollar haben.

    Der weltgrößte Produzent von Kaliumchlorid, das kanadische Unternehmen Potash Corp., kostet etwa 42 Milliarden Dollar. Anfang November hatte die kanadische Regierung die Pläne des australischen Bergbaukonzerns BHP Billiton, den kanadischen Wettbewerber zu schlucken, mit einem Verbot durchkreuzt. Potash produziert im Durchschnitt 12,8 Millionen Tonnen Kaliumchlorid im Jahr. Die Kapazität beider russischer Konzerne liegt bei etwa 10,6 Millionen Tonnen im Jahr.

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