14:47 15 Dezember 2017
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    Gazprom warnt: US-Schiefergasprojekte bringen Verluste

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    Die Gewinnung von Schiefergas in den USA ist laut Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow unrentabel. Die Schiefergas-Euphorie könne künftig ernsthafte Probleme in der Gasbranche verursachen, sagte Kuprijanow dem russischen Fernsehsender RBK.

    Die Gewinnung von Schiefergas in den USA ist laut Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow unrentabel. Die Schiefergas-Euphorie könne künftig ernsthafte Probleme in der Gasbranche verursachen, sagte Kuprijanow dem russischen Fernsehsender RBK.

    Die in den Bau von Regasifizierungs-Terminals investierten Gelder wurden laut dem Gazprom-Sprecher praktisch eingefroren. Die Auslastung dieser Terminals liege bei maximal 20 Prozent der Durchschnittswerte in den USA.

    „Die Verkäufe von Schiefergas sind unseren Schätzungen zufolge verlustbringend. Die Unternehmen können aber die Gewinnung und den Verkauf nicht einstellen, weil sie die erhaltenen Kredite zurückzahlen müssen“, sagte Kuprijanow.

    Nur wenige Unternehmen zeigen Profite, so der Gazprom-Sprecher. Unter solchen Bedingungen Geld anzulegen sei „nicht attraktiv“, und es könne „wohl zu ernsthaften Problemen kommen, wenn die Nachfrage zunimmt und die Gewinnung nicht im notwendigen Tempo aufgestockt wird“.

    Schiefergas, das hauptsächlich aus Methan besteht, ist in Schiefergestein enthalten. Bei der technologisch anspruchsvollen Förderung des Gases werden große Mengen Wasser, Sand und Chemikalien in den Untergrund gepresst. Die Gewinnung von Schiefergas soll nach Auffassung einiger Experten künftig durch die immer wieder steigenden Gaspreise rentabel werden.

    Die USA sind derzeit Spitzenreiter bei der Gewinnung von Schiefergas.

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