08:47 17 Dezember 2017
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    Gazprom nimmt Verkauf ihrer Aktien durch E.On gelassen auf - Kuprijanow

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    Der russische Gaskonzern Gazprom hat den Verkauf seiner Aktien durch den deutschen Energiekonzern E.On gelassen aufgenommen.

    Der russische Gaskonzern Gazprom hat den Verkauf seiner Aktien durch den deutschen Energiekonzern E.On gelassen aufgenommen.

    Das sagte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Mittwoch dem Radiosender Echo Moskwy. "Sie (E.On) stecken in einer nicht einfachen finanziellen Lage. Und das ist bei weitem nicht das einzige Aktiv, das sie verkaufen. Der Konzern trennt sich jetzt in großem Stil von Anteilen. Man kann nicht damit rechnen, dass E.On real funktionierende Aktiva veräußert und dabei Aktien eines Unternehmens weiter hält, so gut dieses auch sein mag. Wir haben gelassen auf die Entscheidung reagiert", sagte Kuprijanow.

    In der Vorwoche hatte die russische Entwicklungsbank VEB die Übernahme von 2,7 Prozent der Gazprom-Anteile von E.On perfekt gemacht. Die restlichen Gazprom-Aktien hatten die Deutschen bereits früher auf dem Markt verkauft. E.On Ruhrgas war mit 3,5 Prozent der Anteile der größte ausländische Aktionär bei Gazprom gewesen.

    Weder E.On noch die VEB-Bank nannte konkrete Summen der beiden Pakete. Der deutsche Konzern teilte nur mit, dass er durch den Verkauf der 3,5-Prozent-Anteile insgesamt 3,4 Milliarden Euro eingenommen hatte.

    Der deutsche Konzern Ruhrgas hatte im Dezember 1998 (noch vor der Fusion mit E.On) 2,5 Prozent der Gazprom-Anteile erworben. Im Mai 1999 wurde das Paket auf vier Prozent und 2003 auf 6,43 Prozent aufgestockt. 2009 tauschte E.On Ruhrgas 2,93 Prozent der Gazprom-Aktien gegen 25 Prozent der Anteile an der russischen Firma Severneftegazprom, die die Förderlizenz für das riesige Gasfeld Juschno-Russkoje in Westsibirien hat.