20:42 16 Dezember 2018
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    Russland zieht sich weitgehend aus Burgas-Alexandroupolis-Ölpipeline zurück

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    Ölpipeline Burgas-Alexandroupolis (42)
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    Nachdem Bulgarien und Griechenland die Finanzen für den Bau der Ölpipeline Burgas-Alexandroupolis gestrichen haben, will auch der dritte Partner Russland seine Ausgaben auf ein Minimum herunterfahren.

    Nachdem Bulgarien und Griechenland die Finanzen für den Bau der Ölpipeline Burgas-Alexandroupolis gestrichen haben, will auch der dritte Partner Russland seine Ausgaben auf ein Minimum herunterfahren.

    Das teilte Igor Djomin, Sprecher des russischen Pipelinebetreibers Transneft, am Mittwoch mit. Transneft ist gemeinsam mit den russischen Firmen Rosneft und Gazprom Neft an dem Projekt beteiligt.  

    Als falsch wies Djomin die Meldungen über einen Ausstieg Russlands aus dem Projekt zurück. Die Tageszeitung Wedomosti hatte berichtet, dass die russischen Gesellschafter Transneft, Rosneft und Gazprom Neft noch am heutigen Mittwoch ihren Ausstieg aus dem Pipelineprojekt bekannt geben würden.

    "Wir haben nicht vor, die Betreibergesellschaft Trans-Balkan Pipeline B. V. aufzulösen. Sondern wir werden uns mit der Minimierung der Kosten beschäftigen“, sagte Djomin. Er bestätigte, dass die beiden anderen Gesellschafter, Bulgarien und Griechenland, die Finanzierung des Projekts eingestellt haben. Laut Transneft ist Bulgarien mit der Zahlung von 7,3 Millionen Euro im Verzug, Griechenland schuldet 1,269 Millionen Euro.

    Deshalb wolle auch Russland, das das Projekt im Alleingang finanziere, die Personal-, Organisations- und Mietkosten auf ein Minimum reduzieren, so der Transneft-Sprecher.

    2007 hatten Russland, Bulgarien und Griechenland vereinbart, eine 280 Kilometer lange Ölleitung zwischen dem bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas und dem griechischen Ägäis-Hafen Alexandroupolis zu bauen. Über die Pipeline sollen bis zu 50 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr in Umgehung der überbelasteten türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen nach Süd- und Westeuropa gepumpt werden.

    Die Betreibergesellschaft Trans-Balkan Pipeline B.V. gehört zu 51 Prozent Russland. Bulgariens Premierminister Bojko Borissow legte nach dem Machtantritt 2009 die bulgarische Beteiligung auf Eis.

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