20:03 22 Februar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    EdF steigt 2011 ins Gasprojekt South Stream ein - Gazprom-Chef Miller

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
    0 0 0

    Der Konzern Electricite de France (EdF) wird noch bis Jahresende in das Gasprojekt South Stream zur Versorgung Südeuropas einsteigen.

    Der Konzern Electricite de France (EdF) wird noch bis Jahresende in das Gasprojekt South Stream zur Versorgung Südeuropas einsteigen.

    Das teilte der Vorstandschef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, am Mittwoch in Rom. Der Einstieg werde in diesem Jahr perfekt gemacht, fügte er hinzu. Zuvor war der Einstieg der Franzosen für 2010 geplant gewesen. EdF sollte dem italienischen Projektpartner Eni zehn Prozent der Anteile abkaufen.

    Miller wich der Antwort auf die Frage, ob auch der deutsche Energiekonzern Wintershall in diesem Jahr in das South-Stream-Projekt einsteigen könnte.

    Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt hat einen geschätzten Wert zwischen 8 Milliarden und 25 Milliarden Euro.

    Die ersten Lieferungen sind für 2015 geplant. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - wird auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von bis zu 2000 Meter verlegt. Die geplante Durchsatzkapazität der Pipeline beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Das sind etwa 35 Prozent des gesamten europäischen Gasbedarfs.

    Die Leitung soll die Abhängigkeit von Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern. Für den Bau der Landabschnitte der Pipeline im Ausland hatte Russland bereits Regierungsabkommen mit Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn unterzeichnet.

    Themen:
    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren