14:19 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russland und Slowenien gründen Joint Venture für South-Stream-Pipeline - MEHR

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
    0 0 0

    Russland und Slowenien haben ihre Zusammenarbeit beim Gas-Pipeline-Projekt South Stream ein weiteres Stück vorangebracht. Am Dienstag einigten sich der russische Gasmonopolist Gazprom und der slowenische Energieversorger Geoplin Plinovodi auf die Gründung eines Joint Ventures, das den slowenischen Pipelineabschnitt bauen und betreiben soll.

    Russland und Slowenien haben ihre Zusammenarbeit beim Gas-Pipeline-Projekt South Stream ein weiteres Stück vorangebracht. Am Dienstag einigten sich der russische Gasmonopolist Gazprom und der slowenische Energieversorger Geoplin Plinovodi auf die Gründung eines Joint Ventures, das den slowenischen Pipelineabschnitt bauen und betreiben soll.  

    Die Vereinbarung wurde im Rahmen des Slowenien-Besuchs von Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin unterzeichnet, wie ein Korrespondent der RIA Novosti aus Ljubljana berichtet. Das Gemeinschaftsunternehmen soll paritätisch geführt werden. Beide Seiten tauschten zudem Noten aus, die die zuvor beschlossene Leistungsbeschränkung für die Pipeline von acht Milliarden Kubikmeter im Jahr aufhebt.  

    Zuvor hatten Russland und Slowenien ein Regierungsabkommen über Zusammenarbeit beim Bau und Betrieb der South-Stream-Leitung geschlossen. Geoplin Plinovodi erstellte eine Machbarkeitsstudie.

    Über die Gaspipeline South Stream, einen Konkurrenten des EU-Projektes Nabucco, soll russisches Erdgas ab 2015 nach Südeuropa strömen. Die auf acht bis 25 Milliarden Euro geschätzte Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa sicherstellen und die Abhängigkeit von den Transitstaaten verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Varna (Bulgarien) gebaut werden. Außerdem sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.

    Am gestrigen Dienstag stieg der deutsche Chemiekonzern BASF in das Projekt ein, an dem Gazprom und der italienische Energiekonzern Eni bislang jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Der Einstieg, bei dem BASF 15 Prozent vom Eni übernehmen soll, soll bis Jahresende perfekt sein.

    Zuvor hatten bereits Bulgarien, Serbien, Ungarn, Griechenland und Slowenien durch die Unterzeichnung entsprechender Regierungsabkommen mit Russland dem Projekt ihre Unterstützung zugesichert.

     

    Themen:
    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren