20:24 29 März 2020
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    Die Türkei will zur Entlastung der Bosporus-Meerenge einen Kanal an der Küste der 15-Millionen-Megapolis Istanbul bauen.

    Die Türkei will zur Entlastung der Bosporus-Meerenge einen Kanal an der Küste der 15-Millionen-Megapolis Istanbul bauen.

    Wie der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch in Istanbul sagte, soll der zwischen 40 bis 50 Kilometer lange Istanbul-Kanal das Schwarze- und das Marmarameer verbinden und eine alternative Schiffroute bieten.

    „Das ist ein Energie-, Transport-, Wissenschafts- und städtebauliches Projekt zugleich“, sagte Erdogan im Rahmen einer Wahlkampagne vor den Parlamentswahlen am 12. Juni. Das Projekt werde neue Arbeitsplätze schaffen und die Natur von Istanbul sowie die Flora und Fauna der Region schützen.

    Der Kanal ist mit einer Tiefe von etwa 25 Metern und eine Breite zwischen 145 und 150 Metern geplant. Sogar die größten Schiffe werden ihn durchfahren können. Erdogan bezeichnete das Projekt als „eines der größten Projekte des 21. Jahrhunderts“.

    Den Investitionsbedarf des Projekts hielt Erdogan allerdings noch geheim. Medien schätzen das Projekt auf 20 Milliarden US-Dollar. Neben dem Kanal soll künftig auch ein Flughafen errichtet werden.
     
    Die Bosporus-Meerenge ist derzeit einer der am meisten ausgelasteten Kanäle der Welt, durch den allein an Erdöl rund 150 Millionen Tonnen jährlich geliefert werden.

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