18:45 18 Dezember 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    China bedrängt Russland auf dem Weltwaffenmarkt

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    China verkauft immer mehr Waffen und macht laut dem Militärexperten Ruslan Puchow der russischen Rüstungsindustrie immer mehr Konkurrenz. Dabei hat der aufstrebende Exporteur China einige Vorteile gegenüber Russland.

    China verkauft immer mehr Waffen und macht laut dem Militärexperten Ruslan Puchow der russischen Rüstungsindustrie immer mehr Konkurrenz. Dabei hat der aufstrebende Exporteur China einige Vorteile gegenüber Russland.

    Sowohl Russland als auch China haben vor allem Schwellenländer, die nach mehr militärpolitischer Unabhängigkeit vom Westen streben, als Absatzmarkt für ihre Waffen im Visier, sagte Puchow, Direktor des Moskauer Forschungszentrums für Rüstungsindustrie und Waffenhandel CAST, am Dienstag zu RIA Novosti.

    Abgesehen von der stärkeren Wirtschaft habe China einen weiteren wichtigen Trumpf in der Hand, nämlich die bessere "wirtschaftliche Kompatibilität" mit den potentiellen Waffenkäufern, sagte Puchow.

    So importiere China immer mehr Rohstoffe aus dem Nahen Osten, Lateinamerika und Afrika und investiere zugleich immer mehr Geld in diese Staaten. Russland, das selbst Öl und Gas exportiert, konkurriere nicht selten auf dem Energiemarkt mit den potentiellen Käufern seiner Waffen wie Algerien, Turkmenistan und Venezuela.

    Andererseits erregt die Politik der aufstrebenden Weltmacht China immer mehr Sorgen bei den südostasiatischen Staaten und verschafft zugleich den russischen Waffenexporteuren mehr Chancen, so Puchow. So habe bereits Vietnam seine Waffeneinkäufe in Russland erhöht und Burma, ein traditioneller Partner Chinas, 2009 russische Jagdlugzeuge MiG-29 einem günstigeren Angebot aus China vorgezogen.

    Puchow erwartet, dass die chinesischen Waffenexporte zukünftig immer mehr von der Außenpolitik des Landes abhängig werden, wie dies einst bei der Sowjetunion und gegenwärtig bei der einzigen Supermacht USA der Fall ist. Dies würde den chinesischen Waffenexporteuren den Spielraum einengen und der russischen Rüstungsindustrie zum Vorteil gereichen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren