20:04 22 Februar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Shell wird möglicherweise Rosneft-Partner in der Arktis sein (Zusammenfassung)

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell (RD/Shell) wird nach dem Ausstieg der russischen Rosneft aus dem Deal mit British Petroleum (BP) möglicherweise Partner von Russlands größtem Ölförderer in dessen arktischen Projekten sein.

    Der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell (RD/Shell) wird nach dem Ausstieg der russischen Rosneft aus dem Deal mit British Petroleum (BP) möglicherweise Partner von Russlands größtem Ölförderer in dessen arktischen Projekten sein.

    Diese Meinung äußerte Manoj Ladwa, der leitende Händler des Unternehmens ETX Capital, am Dienstag in einem Interview für den russischen englischsprachigen Fernsehsender Russia Today. Dabei schloss der Experte nicht aus, dass die Russen auch einen anderen europäischen Konzern, so die französische Total, in ihre Projekte werden einsteigen lassen. "Möglich ist auch, dass Rosneft und BP sich wieder liieren. Aber in diesem Fall wäre die Position der Briten deutlich schwächer als bislang, weil das russische Oligarchenkonsortium AAR weiterhin das Sagen hat und Rosneft ganz leicht einen anderen Partner finden könnte", sagte Ladwa.

    Ende März dieses Jahres hatte der Chef der russischen Shell-Niederlassung, Charles Watson, mitgeteilt, dass sein Konzern mit Rosneft über die Erschließung von Feldern auf dem arktischen Festlandsockel Russlands verhandelt. Rosneft bestätigte, dass solche Gespräche geführt werden.

    Am Dienstagabend sagte Russlands Energieminister Sergej Schmatko, dass neuer Partner von Rosneft in der Arktis ein Unternehmen sein soll, dessen Potential mit dem des britischen Ölmultis BP vergleichbar wäre. "Für uns wäre wichtig, dass der Partner… das in den Deal mitbringt, was seinerzeit BP mitbringen wollte. Für uns kommt es darauf an, modernste Technologien zur Erschließung (von Feldern) auf dem Festlandsockel zu erhalten", sagte Schmatko.

    Mitte Januar hatten Rosneft und BP eine strategische Kooperation auf dem arktischen Festlandsockel und einen Aktientausch im Milliardenwert vereinbart. Gegen den Deal stemmte sich das russische Oligarchenkonsortium AAR, das 50 Prozent der Anteile am russisch-britischen Ölförderer TNK-BP hält. BP dürfe nicht ohne Zustimmung von TNK-BP in Russland aktiv sein, hieß es zur Begründung. Mehrere Schlichtungsversuche waren gescheitert. Ein Kaufangebot von BP für den AAR-Anteil lehnte das Konsortium ab.

    Am Dienstag berichteten russische Medien unter Berufung auf vertraute Quellen bei Rosneft, dass der russische Staatskonzern aus dem Geschäft mit BP aussteigt und bereits nach neuen Partnern für seine arktischen Projekte sucht.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren