22:17 19 Oktober 2017
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    Medwedews Wachstumsrezept: „Sicherheitspuffer“ und weniger Abhängigkeit vom Außenhandel

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    Ein neues Modell des Wirtschaftswachstums muss laut Präsident Dmitri Medwedew in den nächsten Jahren in Russland entstehen.

    Ein neues Modell des Wirtschaftswachstums muss laut Präsident Dmitri Medwedew in den nächsten Jahren in Russland entstehen.

    Wie er am Mittwoch in einem Kommentar zu seiner soeben veröffentlichten Haushaltsbotschaft erklärte, „muss in den nächsten Jahren in Russland ein prinzipiell neues Modell des Wirtschaftswachstums entstehen, dem ein Wachstum der Privatinitiativen, massive Innovationen, ein effektives System der öffentlichen Dienstleistungen und ein hochqualitatives Finanz- und Produktionssystem zu Grunde liegen“. „Nicht alle Elemente der Haushalts- und der Steuerpolitik entsprechen diesen Aufgaben in vollem Maße“, hieß es. 

    „Außerdem bleiben Risiken bestehen, die mit der Abhängigkeit von der Außenhandelskonjunktur verbunden sind.“ Eine der wichtigsten Voraussetzungen und Vorbedingung für die Bildung eines neuen Wirtschaftswachstumsmodells bestehe in einer langfristigen Stabilität des Haushaltssystems.

    „Im Unterschied zu den Ländern mit einer stärker diversifizierten Wirtschaft kann sich Russland ein chronisches Haushaltsdefizit und hohe Staatsschulden nicht leisten, die die nationale Wirtschaft von den äußeren Bedingungen abhängig macht und dem Land die Investitionsressourcen entzieht“, so Medwedew. „Bei einem hohen Stand der Ölpreise müssen Reserven angehäuft werden, die einen ‚Sicherheitspuffer’ für etwaige außenpolitische Schocks bieten würden. Die Erfahrungen der Jahre 2008 bis 2010 haben die Richtigkeit dieses Herangehens an die Haushaltspolitik bewiesen.“

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