20:53 17 Oktober 2017
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    Russland bietet Japan gemeinsame Erschließung von Öl- und Gasfeldern nahe der Südkurilen an

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    Zunehmende Spannungen zwischen Russland und Japan (132)
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    Viktor Ischajew, der bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten im Fernöstlichen Föderalen Verwaltungsbezirk, hat Japan angeboten, gemeinsam Öl- und Gaslagerstätte in den Gewässern rund um die Südkurilen-Inseln zu erschließen, meldet die japanische Zeitung „Nihon Keizai“ am Mittwoch auf ihrer Webseite.

    Viktor Ischajew, der bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten im Fernöstlichen Föderalen Verwaltungsbezirk, hat Japan angeboten, gemeinsam Öl- und Gaslagerstätte in den Gewässern rund um die Südkurilen-Inseln zu erschließen, meldet die japanische Zeitung „Nihon Keizai“ am Mittwoch auf ihrer Webseite.

    Solch eine Kooperation würde laut Ischajew den vom territorialen Streit getrübten russisch-japanischen Beziehungen einen neuen Ansporn geben.

    Japan erhebt Anspruch auf vier Inseln des pazifischen Kurilen-Archipels - Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai. Tokio geht dabei von einem bilateralen Handels- und Grenzvertrag aus dem Jahr 1855 aus, laut dem die umstrittenen Inseln zu Japan gehören. Die prinzipielle Position Moskaus besteht darin, dass die Südkurilen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges völkerrechtlich in den Staatsverband der damaligen Sowjetunion aufgenommen wurden und Russland deren Rechtsnachfolger ist.

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte im November 2010 die Kurilen-Inseln besucht. Das war die erste Reise eines russischen Staatschefs in die Region. Japans Regierungschef Naoto Kan bezeichnete die Visite als eine „unzulässige Grobheit“. Moskau erwiderte darauf mit einer Erklärung, dass die Souveränität Russlands über die Kurileninseln unumstritten sei und der Präsident Arbeitsreisen in die Region ungeachtet der Reaktion Tokios unternehmen werde.

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