19:14 23 Oktober 2017
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    Ukraine schneidet Lugansk von Stromnetz ab (Symbolbild)

    Stromstreit beigelegt: Weißrussland begleicht Schulden

    © Sputnik/ Alexey Danitschjew
    Wirtschaft
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    Der Stromstreit zwischen Russland und Weißrussland scheint beigelegt: Nachdem Weißrussland seine Schulden in Höhe von 600 Millionen Rubel (ca. 15 Millionen Euro) bezahlt hat, will der russische Elektrizitätskonzern Inter RAO UES die zuvor am Mittwoch eingestellten Stromlieferungen wiederaufnehmen.

    Der Stromstreit zwischen Russland und Weißrussland scheint beigelegt: Nachdem Weißrussland seine Schulden in Höhe von 600 Millionen Rubel (ca. 15 Millionen Euro) bezahlt hat, will der russische Elektrizitätskonzern Inter RAO UES die zuvor am Mittwoch eingestellten Stromlieferungen wiederaufnehmen.

    "Wir haben eine Zahlung von 600 Millionen Rubel bekommen und nehmen die Lieferungen in den nächsten zwei Tagen wieder auf", teilte ein Sprecher von Inter RAO UES RIA Novosti mit. Kurz danach stellte der Konzern richtig: Die Lieferungen würden schon in der Nacht zum 30. Juni wiederaufgenommen.

    Laut Ljudmila Senkowitsch vom weißrussischen Energieministerium wurde das Geld am Mittwochabend überwiesen.

    Russland deckt zwölf Prozent des täglichen Strombedarfs des mittlerweile finanziell schwer angeschlagenen Weißrussland. Bereits am 9. Juni hatte Inter RAO UES die Stromlieferungen an Weißrussland vorübergehend gedrosselt: Zu jenem Zeitpunkt hatte die Gesamtverschuldung 1,5 Milliarden Rubel (37,5 Millionen Euro) ausgemacht. Am heutigen Mittwoch wurden die Lieferungen gestoppt.

    Weißrussland kämpft seit Monaten mit einer Wirtschaftskrise. Aus Angst vor der drohenden Abwertung der Nationalwährung hatte sich die Bevölkerung in den vergangenen Monaten eilig mit ausländischen Devisen und Lebensmitteln eingedeckt, bevor die Nationalbank in Minsk Ende Mai den weißrussischen Rubel um 50 Prozent abwertete. Jetzt ist es im Land unmöglich, Devisen an der Börse kaufen.

    Die Regierung in Minsk beantragte bei der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) und der IWF milliardenhohe Rettungskredite. Die ständig steigenden Preise und leeren Regale in den Supermärkten sorgen für Unmut bei den Weißrussen Fotostrecke >>.

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