22:17 19 Oktober 2017
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    Geldkrise in Weißrussland: „Drei Milliarden Dollar wären genug“ - Wirtschaftsminister

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    Wirtschaftskrise in Weißrussland (101)
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    Weißrussland braucht Wirtschaftsminister Nikolai Snopkow zufolge bis Jahreswechsel Auslandsanleihen in einer Höhe von drei Milliarden Dollar.

    Weißrussland braucht Wirtschaftsminister Nikolai Snopkow zufolge bis Jahreswechsel Auslandsanleihen in einer Höhe von drei Milliarden Dollar.

     „Wir brauchen höchstens drei Milliarden (US-Dollar) Auslandsanleihen für einen Zahlungsausgleich“, teilte der weißrussische Wirtschaftsminister am Donnerstag mit.

    Weißrussland steckt derzeit in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Inflation hat in der ersten Jahreshälfte 33 Prozent erreicht. Am 23. Mai hatte die Nationalbank des Landes die Nationalwährung gegenüber dem US-Dollar um 56 Prozent abgewertet.

    Am 4. Juni fasste der Antikrisenfonds der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft - der EAWG gehören neben Russland und Weißrussland auch Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an - den Beschluss, Weißrussland einen zehnjährigen Kredit von drei Milliarden US-Dollar zu einem variablen Zinssatz nach russischen Kreditregeln (derzeit 4,1 Prozent) bereitzustellen. 1,24 Milliarden davon sollen in diesem Jahr an Minsk überwiesen werden.

    Weißrussland will die Anleihen für die Überwindung der Währungskrise verwenden. Außerdem rechnet es mit neuen IWF-Anleihen in Höhe von 3,5 bis acht Milliarden US-Dollar und sucht gleichzeitig auch nach anderen Geldgebern.

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