22:17 19 Oktober 2017
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    Gazprom: Nord Stream und South Stream reichen nicht aus

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    Gaspipeline Nord Stream (151)
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    Die beiden im Bau befindlichen Direktpipelines zwischen Russland und Europa, Nord Stream und South Stream, reichen nach Einschätzung des russischen Gaslieferanten Gazprom nicht aus, um den wachsenden Gasbedarf Europas in Zukunft zu decken.

    Die beiden im Bau befindlichen Direktpipelines zwischen Russland und Europa, Nord Stream und South Stream, reichen nach Einschätzung des russischen Gaslieferanten Gazprom nicht aus, um den wachsenden Gasbedarf Europas in Zukunft zu decken.
     
    "Künftig müssen offenbar neue Rohrleitungen gebaut werden, um russisches Erdgas zu transportieren“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Donnerstag in Moskau. Nach seien Worten loben die europäischen Partner von Gazprom den Bau der Ostseepipeline Nord Stream als einen „sehr rechtzeitigen“ Schritt, um den zunehmenden EU-Bedarf an Erdgas zu decken.

    Die Gaspipeline Nord Stream wird von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg durch die Ostsee bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut und soll Direktlieferungen russischen Erdgases nach Westeuropa ohne Umweg über Transitländer ermöglichen.

    Der erste, 1200 Kilometer lange Strang mit einer Leistung von 27,5 Milliarden Kubikmeter soll schon im Oktober in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung eines zweiten Stranges soll die Kapazität der Pipeline auf 55 Milliarden Kubikmeter steigen. Nord Stream soll russische Gasvorkommen, die größten in der Welt, durch die Ostsee mit dem europäischen Versorgungsnetz verbinden und den EU-Bedarf zu einem Viertel decken.

    Der Projektbetreiber Nord Stream AG gehört zu 51 Prozent dem russischen Energiekonzern Gazprom. Die deutschen Unternehmen Wintershall und E.On Ruhrgas halten je 15,5 Prozent, der niederländischen Gasunie und dem französischen Unternehmen GDF SUEZ gehören jeweils neun Prozent der Aktien.

    Über die Gaspipeline South Stream soll russisches Erdgas ab 2015 nach Südeuropa strömen. Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa sicherstellen und die Abhängigkeit von den Transitstaaten verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Varna (Bulgarien) gebaut werden. Außerdem sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.

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