05:53 18 Oktober 2017
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    Erdölpipeline Burgas-Alexandroupolis: Bulgarien vergrämt Transneft

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    Der russische Pipelinebetreiber Transneft wird laut seinem Chef Nikolai Tokarew in der nächsten Zeit die Zweckmäßigkeit einer weiteren Zusammenarbeit mit Bulgarien im Rahmen des Erdölpipeline-Projekts Burgas-Alexandroupolis prüfen.

    Der russische Pipelinebetreiber Transneft wird laut seinem Chef NikolaiTokarew in der nächsten Zeit die Zweckmäßigkeit einer weiteren Zusammenarbeit mit Bulgarien im Rahmen des Erdölpipeline-Projekts Burgas-Alexandroupolis prüfen.

    Das bulgarische Umweltministerium hatte vor einer Woche bereits zum zweiten Mal ein ökologisches Gutachten für die Verlegung der Erdölpipeline Burgas-Alexandroupolis abgelehnt. Das Konsortium Trans-Balkan Pipeline B.V. solle das Dokument im Laufe von zwei Monaten nachbearbeiten, empfahl das Ministerium. Die Betreibergesellschaft Trans-Balkan Pipeline B.V. gehört zu 51 Prozent Russland. Die restlichen 49 Prozent gehören zu gleichen Teilen Bulgarien und Griechenland.

    „Ich werte das es als eine Beleidigung unserer Position (durch Bulgarien - d. Red.), so benehmen sich Partner nicht. Wir können dieses Projekt nicht unendlich finanzieren, und in der nächsten Zeit werden wir die Frage nach der Zweckmäßigkeit einer weiteren Zusammenarbeit mit der bulgarischen Seite aufwerfen“, sagte Tokarew am Freitag.

    2007 hatten Russland, Bulgarien und Griechenland vereinbart, eine fast 300 Kilometer lange Ölleitung zwischen dem bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas und dem griechischen Ägäis-Hafen Alexandroupolis zu bauen. Über die Pipeline sollen bis zu 50 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr in Umgehung der überbelasteten türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen nach Süd- und Westeuropa gepumpt werden.

    Die Position Bulgariens, das die Finanzierung seines Teils des Projektes eingestellt hat, erschwert seit langem schon die Arbeit am Projekt der Erdölpipeline. Das Unternehmen Transneft, das neben Rosneft und Gazprom Neft die russischen Teilnehmer an diesem Projekt vertritt, hatte mehr als einmal auf die Finanzierungsrückstände Bulgariens für seinen Teil des Projektes verwiesen. Laut Transneft ist Bulgarien mit 7,3 Millionen Euro im Verzug. Griechenland hat übrigens auch Schulden: 1,269 Millionen Euro.

    Vor einer Woche verlegte Bulgarien erneut die Abstimmungstermine für das Umwelt-Gutachten auf September.