20:40 17 Oktober 2017
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    Gazprom bleibt hart: niedrige Gaspreise gegen Fusion mit dem ukrainischen Naftogas

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    Der russische Energiekonzern Gazprom hält an seiner Position fest, dass die Gaspreise für die Ukraine nur gesenkt werden, wenn Kiew einer Fusion zwischen dem russischen Gasmonopolisten und dem ukrainischen staatlichen Gasversorger Naftogas zustimmt.

    Der russische Energiekonzern Gazprom hält an seiner Position fest, dass die Gaspreise für die Ukraine nur gesenkt werden, wenn Kiew einer Fusion zwischen dem russischen Gasmonopolisten und dem ukrainischen staatlichen Gasversorger Naftogas zustimmt.

    Wie die Gazprom-Pressestelle am Dienstag, nach einem Treffen des Gazprom-Chefs Alexej Miller mit dem ukrainischen Energieminister Juri Bojko mitteilte, sind Preisermäßigungen für Kiew nur im Fall einer Fusion von Gazprom mit Naftogas möglich.

    Erstmals hatte der russische Premier Wladimir Putin im April 2010 die Idee unterbreitet, Gazprom und Naftogas zusammenzulegen. Im Dezember vergangenen Jahres vereinbarten Kiew und Moskau, zwei russisch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen zu gründen - zur Gewinnung von Erdgas aus Kohleflözen in der Ukraine sowie zur Erschließung des Feldes Palasa auf dem Festlandsockel des Schwarzen Meeres. Miller hatte damals darauf verwiesen, dass diese JVs nur der erste Schritt auf dem Weg zur Fusion seien.

    Die Ukraine erhält derzeit eine 30-prozentige Gaspreis-Ermäßigung, die jedoch nicht über 100 US-Dollar je Tausend Kubikmeter Gas liegen darf. Derzeit zahlt Kiew 295,6 Dollar je Tausend Kubikmeter. Ein Preiswachstum würde Präsident Janukowitsch zufolge die Wirtschaft des Landes gefährden.

    Für das dritte Quartal wird der geschätzte Gaspreis für die Ukraine inklusive Ermäßigungen bei 350 Dollar und im vierten Quartal bei 400 Dollar je Tausend Kubikmeter liegen, so das ukrainische Energieministerium.

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