04:06 22 Februar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Gazprom und deutsche RWE behandeln Kooperationsperspektiven

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Gazprom und die deutsche RWE haben bei einem Treffen am heutigen Freitag die Perspektiven der laufenden und der künftigen Zusammenarbeit besprochen, heißt es in einer Mitteilung der russischen Gasholding.

    Gazprom und die deutsche RWE haben bei einem Treffen am heutigen Freitag die Perspektiven der laufenden und der künftigen Zusammenarbeit besprochen, heißt es in einer Mitteilung der russischen Gasholding.

    Heute fand in Paris ein Arbeitstreffen von Gazprom-Chef Alexej Miller und dem Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Jürgen Großmann, statt.

    „Die Seiten besprachen die Perspektiven der laufenden und der künftigen Kooperation“, heißt es in der Mitteilung.

    Die RWE AG ist eines der führenden deutschen Unternehmen bei Produktion und Verkauf von Elektroenergie und Erdgas. Die RWE-Vorräte an Erdgas betragen gegenwärtig 179,4 Milliarden Kubikmeter. Im vorigen Jahr gewann das Unternehmen 2,7 Milliarden Kubikmeter Gas. Dabei wurden etwa 38,4 Milliarden Kubikmeter verkauft.

    Ende Juni dieses Jahres sagte Miller, er schließe die Möglichkeit nicht aus, dass Gazprom einen Anteil an deutschen Energieunternehmen, darunter an E.on und RWE, kaufen könnte. Miller verwies darauf, dass Gazprom derzeit keine konkreten Angebote von den deutschen Energiekonzernen habe.

    Nach seinen Worten ist Gazprom bereit, in neue Kapazitäten zur Gasproduktion in Europa zu investieren, Anteile an bestehenden Kraftwerken zu kaufen und die Möglichkeiten für den Abschluss von Direktverträgen zur Gaslieferung von Gazprom für die Verbraucher zu prüfen.

    Am Rande des Petersburger Wirtschaftsforums hatte Miller hervorgehoben, dass Gazprom an Projekten zum Bau von neuen Kraftwerken in Deutschland durch das größte deutsche Energieunternehmen E.on teilnehmen und unter anderem auch in das Kapital solcher Kraftwerke einsteigen könnte.

    Zuvor hatte E.on seine Pläne bekannt gegeben, zehn bis zwölf Kraftwerke zu bauen, die mit Gas arbeiten.

    Das Thema Kraftwerke, die mit Gas arbeiten, ist für Deutschland besonders aktuell, da die Bundesregierung auf Grund der Reaktorprobleme in Japan auf den Betrieb von Atomkraftwerken verzichten will.

    Derzeit erzeugen die deutschen Atomkraftwerke 23 Prozent der gesamten Elektroenergie, die in der Bundesrepublik verbraucht wird.