23:34 17 August 2017
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    Russland erweitert Privatisierungsplan

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    Die russische Regierung will bei der Privatisierung von Staatsunternehmen deutlich weiter gehen als bisher geplant. Am Donnerstag veröffentlichte sie ein neues Verzeichnis von Großkonzernen und Banken, aus denen sich der Staat bis 2017 zurückziehen soll.

    Die russische Regierung will bei der Privatisierung von Staatsunternehmen deutlich weiter gehen als bisher geplant. Am Donnerstag veröffentlichte sie ein neues Verzeichnis von Großkonzernen und Banken, aus denen sich der Staat bis 2017 zurückziehen soll.
     
    Das Privatisierungsprogramm wurde auf Anregung von Präsident Dmitri Medwedew erweitert, der auf dem jüngsten Weltwirtschaftsforum in Sankt Petersburg zu mehr Entschiedenheit bei der Übergabe von Staatseigentum in private Hände gefordert hatte.

    In vielen der zur Privatisierung freigegebenen Betrieben will sich der Staat jedoch durch eine „Goldene Aktie“ Sonderrechte bei strategisch wichtigen Entscheidungen beibehalten, wie ein Regierungssprecher erläuterte.

    Auf der neuen Privatisierungsliste stehen unter anderem die Reederei Sovcomflot, der Flughafen Moskau-Scheremetjewo, die Energieholding Inter RAO UES, die VTB-Bank, der Ölgigant Rosneft und der Getreidekonzern UGC.

    Bei der Schiffsbauholding USC und dem Flugzeugbauer UAC soll der staatliche Anteil in den kommenden sechs Jahren auf 50 Prozent plus eine Aktie schrumpfen. Außerdem sollen im nächsten Jahr zehn Prozent an der Nanotechnologie-Holding Rosnano überführt werden.

    Nach dem ursprünglichen, im November abgesegneten Plan wollte der Staat nur beim Getreidekonzern UGC auf den Mehrheitsanteil verzichten.

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