22:09 18 August 2017
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    Helikopter für Afghanistan: Neuer russischer Vermittler macht Deal für USA teurer

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    Der Einstieg des Vermittlers Rosoboronexport in den russisch-amerikanischen Deal zur Lieferung von Mi-17W5-Hubschraubern an die afghanische Armee ist laut dem russischen Militärexporten Igor Korotschenko für alle Seiten von Nutzen, auch wenn er zu einer Verteuerung führt.

    Der Einstieg des Vermittlers Rosoboronexport in den russisch-amerikanischen Deal zur Lieferung von Mi-17W5-Hubschraubern an die afghanische Armee ist laut dem russischen Militärexporten Igor Korotschenko für alle Seiten von Nutzen, auch wenn er zu einer Verteuerung führt.

    So kommentierte Korotschenko, Direktor des Moskauer Forschungszentrums für Weltwaffenhandel CAWAT, Meldungen, dass die Beteiligung von Rosoboronexport den Deal um 52 Millionen US-Dollar und damit um fast 15 Prozent teurer macht.

    Russland und die USA hatten am 26. Mai einen Vertrag über die Lieferung von 21 Hubschraubern vom Typ Mi-17W5 im Wert von rund 360 Millionen US-Dollar an die afghanische Armee abgeschlossen. Russland sollte die Maschinen in Zivilmodifikation bauen und in die Vereinigten Arabischen Emirate liefern, wo sie dann zur militärischen Version umgebaut werden sollten.

    Der Einstieg von Rosoboronexport bedeutet Korotschenko zufolge, dass Russland die Maschinen in militärischer Modifikation liefere. Als Folge würden die USA nicht nur ein fertiges Produkt ohne Umbaubedarf, sondern auch die Möglichkeit bekommen, die Maschinen durch russische Spezialisten warten zu lassen, sagte der Experte.

    Für Russland bestehe der Vorteil in den Mehreinnahmen, die die russische Seite aus dem Deal erzielen werde. Korotschenko zufolge sind sowohl Russland als auch die USA völlig zufrieden mit den neuen Lieferbedingungen. Der Hauptverlierer sei die Firma DTI, die als Vermittler auftreten wollte und nun außen vor geblieben sei. Korotschenko verwies darauf, dass der US-Rechnungshof eine Klage von DTI gegen die neuen Vertragsbedingungen abgewiesen habe.

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