22:26 17 Oktober 2018
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    Gazprom und Wintershall hoffen auf Wiederaufnahme ihrer Erdölförderung in Libyen

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Gazprom International wartet auf eine „Stabilisierung der Situation in Libyen und auf die Entstehung einer legitimen Regierung“, um Verhandlungen über seine Projekte in diesem Land wiederaufzunehmen.

    Gazprom International wartet auf eine „Stabilisierung der Situation in Libyen und auf die Entstehung einer legitimen Regierung“, um Verhandlungen über seine Projekte in diesem Land wiederaufzunehmen.

    Dies teilte ein Vertreter des Unternehmens am Dienstag der russischen Agentur Prime mit.

    Im Februar hatte Gazprom International sein Personal aus Libyen abgezogen.
    Sein Partner in diesem Land, der deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall, verfolgt die Lage ebenfalls aufmerksam.

    Aus Sicherheitsgründen hatte Wintershall die Erdölförderung in Libyen vorübergehend stillgelegt und sein internationales Personal aus Libyen zurückgeholt.

    Zuvor hatte die BASF-Tochter Wintershall rund 100 Barrel Öl täglich in Libyen gefördert.

    Wintershall, der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent, und der russische staatliche Energiekonzern Gazprom sind Miteigentümer von Lizenzen für acht Erdölvorkommen in der libyschen Wüste. Die in Betrieb befindlichen Anlagen liegen etwa 1000 Kilometer südöstlich von Tripolis. Wintershall fördert zudem im Ölfeld Al Jurf vor der libyschen Küste im Mittelmeer. Das Unternehmen ist seit 1958 in Libyen präsent.

    In Libyen liefern sich Gaddafi-Truppen seit Februar erbitterte Gefechte mit der Opposition, die den langjährigen Herrscher stürzen will und von westlichen Staaten militärisch unterstützt wird. Nach Angaben der Aufständischen kontrollieren die Truppen von Machthaber Muamar al-Gaddafi inzwischen weniger als zehn Prozent der Hauptstadt.

    Die Aufständischen, die fast das ganze Libyen bereits unter Kontrolle halten, hatten russische Unternehmen gewarnt, ihnen könnte der Zugang zu den libyschen Ölfeldern entzogen werden: Sie sind der Auffassung, Russland hätte ihnen bei der Konfrontation mit dem Gaddafi-Regime nicht ausreichend geholfen.

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