23:36 20 Oktober 2018
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    Schachzug im Gasstreit mit Russland: Kiew will Staatsfirma Naftogaz Ukrainy auflösen - MEHR

    © RIA Novosti . Alexandr Mazurkevich
    Wirtschaft
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    Gasstreit mit Russland: Ukraine bemüht sich um Preisrevision (165)
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    Die ukrainische Regierung will den staatlichen Gasversorger „Naftogaz Ukrainy“ abschaffen. Alle mit dem Unternehmen geschlossenen Abkommen sollen laut Premier Nikolai Asarow revidiert werden.

    Die ukrainische Regierung will den staatlichen Gasversorger „Naftogaz Ukrainy“ abschaffen. Alle mit dem Unternehmen geschlossenen Abkommen sollen laut Premier Nikolai Asarow revidiert werden.

    Streitobjekt existiert nicht mehr - Ukraine revidiert Gasabkommen mit Russland

    Wie Asarow am Freitag Journalisten mitteilte, wird Naftogaz Ukrainy als Wirtschaftssubjekt nicht mehr existieren. „Es wird eine Liquidierungsetappe geben, und eine gewisse Zeit nach dem Inkrafttreten aller notwendigen Formalitäten werden auf diesem Markt absolut neue Unternehmen agieren. Infolge dessen werden alle Abkommen, die heute gelten, revidiert werden“, sagte der ukrainische Regierungschef Journalisten.

    Börsengang  neuer Naftogaz-Strukturen soll  Milliardengewinne bringen

    Die Regierung arbeite gegenwärtig am Entwurf der künftigen Struktur von Naftogaz, fügte Asarow an.

    „Es ist ganz offensichtlich, dass es ein selbständiges Gas förderndes Unternehmen sein wird, das sich mit dem Gastransit beschäftigen wird, so dass sogar allein aus diesem Grund die bekannten Abkommen (mit der Russischen Föderation) revidiert werden müssen“, betonte Asarow am Freitag vor der Presse.

    Am Donnerstag teilte Asarow Studenten der Kiewer nationalen Taras-Schewtschenko-Universität mit, die ukrainische Regierung plane eine Umstrukturierung und IPO des staatlichen Gasversorgers Naftogaz Ukrainy: Es werde ein selbstständiges Erdgas förderndes Unternehmen geschaffen werden, dessen Aktien an die Börse gehen sollen.

    Der Börsengang soll der Ukraine fünf bis zehn Milliarden US-Dollar einbringen.

    Konditionen des Gasabkommens mit Russland

    Im Januar 2009 erschien in der Zeitung „Ukrainskaja Prawda“ der Wortlaut des Gasabkommens mit Russland, das die beiden Seiten wegen der Vertraulichkeit des Dokumentes nicht veröffentlichen wollten.

    „Im Falle einer Änderung der Organisations- und Rechtsform und (oder) einer Fusion und (oder) einer anderen Umwandlung einer der Seiten und infolge dessen der Übergabe der in diesem Abkommen vorgesehenen Rechte und Pflichten an eine entsprechende Struktur ist diese Seite verpflichtet, die Rechtsnachfolge auf gehörige Weise zu sichern“, heißt es im Wortlaut.

    „Sollte sie die Konditionen des Abkommens nicht erfüllt haben, muss die jeweilige Seite der anderen Seite die nachgewiesenen Verluste, die diese wegen Nichterfüllung getragen hat, entschädigen“, heißt es.

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