06:12 19 Juli 2018
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    Wegen Bulgariens Schulden: Russland legt Pipelineprojekt Burgas-Alexandroupolis auf Eis

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    Wegen Problemen mit dem Projektpartner Bulgarien muss der russische Pipelinebetreiber Transneft den Bau der Erdölleitung Burgas-Alexandroupolis ab Herbst auf Eis legen. Dies teilte Transneft-Vizepräsident Michail Barkow am Freitag in Moskau mit.

    Wegen Problemen mit dem Projektpartner Bulgarien muss der russische Pipelinebetreiber Transneft den Bau der Erdölleitung Burgas-Alexandroupolis ab Herbst auf Eis legen. Dies teilte Transneft-Vizepräsident Michail Barkow am Freitag in Moskau mit.

    Grund für die Entscheidung ist die Position Bulgariens, das die Finanzierung seines Teils des Projektes eingestellt hat und auch die Ausstellung von Umweltgutachten verzögert.

    Trotzdem will Transneft Barkow zufolge das Projekt vorerst nicht aufgeben. „Wir verzichten nicht auf Burgas-Alexandroupolis. Denn die EU hat dem Projekt zugestimmt. Wir werden aus dem Projekt Burgas-Alexandroupolis nicht aussteigen, sondern es im Oktober-November auf Eis legen.“

    2007 hatten Russland, Bulgarien und Griechenland vereinbart, eine fast 300 Kilometer lange Ölleitung zwischen dem bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas und dem griechischen Ägäis-Hafen Alexandroupolis zu bauen. Über die Pipeline sollen bis zu 50 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr in Umgehung der überbelasteten türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen nach Süd- und Westeuropa gepumpt werden.

    Wegen der Finanzierungsrückstände Bulgariens stocken die Bauarbeiten seit Monaten. Laut Transneft ist Bulgarien mit 7,3 Millionen Euro im Verzug.

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