09:49 16 Dezember 2018
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    EdF und Wintershall steigen mit je 15 Prozent in Gasprojekt South Stream ein

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    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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    Die Aktionäre des russisch-italienischen Gasprojekts South Stream werden am 16. September in Sotschi ein Abkommen unterzeichnen, nach dem die französische Électricité de France (EdF) und der deutsche Konzern Wintershall jeweils 15 Prozent der Anteile erhalten.

    Die Aktionäre des russisch-italienischen Gasprojekts South Stream werden am 16. September in Sotschi ein Abkommen unterzeichnen, nach dem die französische Électricité de France (EdF) und der deutsche Konzern Wintershall jeweils 15 Prozent der Anteile erhalten.

    Das teilte der Vorstandschef des russischen Gasmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, am Dienstag in der nordrussischen Stadt Wyborg mit. Der italienische Gesellschafter Eni werde seinen Anteil um 30 Prozentpunkte auf 20 Prozent reduzieren. Gazprom kontrolliere weiterhin 50 Prozent am Projekt, hieß es. Zuvor war mitgeteilt worden, dass EdF etwa zehn Prozent der Anteile an South Stream erhalten werde.

    Gazprom, EdF und Eni hatten im Juni 2010 ein Memorandum über den Einstieg der Franzosen in das Projekt unterzeichnet. Im März 2011 schloss sich auch Wintershall dem Vorhaben an.

    Am Vortag hatten Gazprom und Eni mitgeteilt, dass das Projekt strikt nach dem Terminplan realisiert werde. Zuvor waren die Chefs der beiden Unternehmen, Alexej Miller und Paolo Scaroni, in der russischen Hauptstadt zu einer Unterredung zusammengetroffen. Sie erörterten unter anderem Fragen, die den Einstieg von EdF und Wintershall in das Grundkapital des Projektbetreibers South Stream betreffen.

    Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Die ersten Lieferungen sind für 2015 geplant. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - wird auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von bis zu 2000 Meter verlegt. Die geplante Durchsatzkapazität der vier Pipelinestränge beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr und wird voraussichtlich 2018 erreicht. Das sind etwa 35 Prozent des gesamten europäischen Gasbedarfs. Die Leitung soll die Abhängigkeit von den Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern.

    Für den Bau der Landabschnitte der Pipeline im Ausland hat Russland bereits Regierungsabkommen mit Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn unterzeichnet. Die Türkei zögert mit der Genehmigung für die Verlegung der Röhre in ihren Territorialgewässern. Nach Worten von Russlands Energieminister Sergej Schmatko hat sich die Position Ankaras bislang nicht negativ auf den Terminplan ausgewirkt.

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