10:25 24 September 2017
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    Kiew plant Gasabkommen mit westlichen Großfirmen - verhüllte Russland-Erpressung?

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    Gasstreit mit Russland: Ukraine bemüht sich um Preisrevision (165)
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    Die Ukraine will mit den US-Konzernen ExxonMobil und Halliburton, dem italienischen Eni und französischen Total Abkommen über Gasförderung unterzeichnen.

    Die Ukraine will mit den US-Konzernen ExxonMobil und Halliburton, dem italienischen Eni und französischen Total Abkommen über Gasförderung unterzeichnen.
     
    Wie die Zeitung „Kommersant-Ukraine“ am Freitag berichtet, sollen die Abkommen Ende September bei der internationalen Konferenz „Ukraine-EU: auf dem Weg zum einheitlichen Energieraum“ geschlossen werden. Der Investitionsbedarf liege bei einer Milliarde US-Dollar.

    Die Ukraine gewinnt derzeit etwa 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich. Weitere 30 bis 40 Milliarden Kubikmeter kauft Kiew in Russland.

    Experten zufolge sind die Mitteilungen über die geplanten Abkommen mit den westlichen Unternehmen eine Erpressungsaktion gegenüber Russland im Vorfeld des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch in Moskau. Kiew hält den aktuellen Preis für des russischen Erdgas für ungerecht hoch und drängt Moskau zur dessen Revidierung.

    „Die Verträge mit den westlichen Unternehmen werden wahrscheinlich wirklich unterzeichnet, wie aber die Erfahrungen von Shell zeigen, bedeutet das nicht, dass mit der Gewinnung so schnell begonnen wird, wie das ukrainische Energieministerium dies erwartet. Deswegen ist der Abkommensabschluss eher ein Element für den Druck auf Gazprom“, sagte Maxim Schein, Chef des Departments Analyse des Investmentunternehmens Brokerkreditservice.

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