16:25 16 Februar 2019
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    Iran entzieht Gazprom Neft Förderrechte für Azar-Ölfeld

    © Foto: Gazprom Neft
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    Der Iran hat dem russischen Staatskonzern Gazprom Neft die Genehmigung für die Erschließung des an der Grenze zum Irak gelegenen Ölvorkommens Azar entzogen.

    Der Iran hat dem russischen Staatskonzern Gazprom Neft die Genehmigung für die Erschließung des an der Grenze zum Irak gelegenen Ölvorkommens Azar entzogen.

    „Wir haben beschlossen, die Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen (Gazprom Neft) zu beenden und den Vertrag mit einem heimischen Auftragnehmer zu schließen“, sagte der Chef der iranischen Ölgesellschaft NIOC, Ahmad Qalehbani, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars. Qalehbani begründete die Entscheidung damit, dass Gazprom Neft mit der Erfüllung ihrer Verpflichtungen „trotz wiederholter Mahnungen“ noch immer im Verzug sei.

    Ende August hatte der Iran Gazprom Neft vorgeworfen, die Förderarbeiten hinauszuzögern, und mit einem Entzug der Förderrechte gedroht.

    Gazprom Neft und NIOC hatten bereits im November 2009 eine Absichtserklärung über den Abbau des Azar-Vorkommens unterzeichnet. Obwohl der russische Konzern eine Machbarkeitsstudie erstellte, konnten sich die Partner auf keinen festen Vertrag einigen. Die iranische Seite machte Gazprom Neft dafür verantwortlich.

    Der Iran ist der viertgrößte Ölförderer der Welt und der zweiwichtigste Exporteur im OPEC-Kartell. Vier Fünftel der iranischen Staatseinnahmen stammen aus dem Ölexport.

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