10:29 25 November 2017
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    Österreichischer Bundespräsident besucht Turkmenistan – Gaslieferungen Thema

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    Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer trifft am Donnerstag während seines offiziellen Besuchs in Turkmenistan mit dem Landespräsidenten Gurbanguly Berdymuchamedow zusammen.

    Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer trifft am Donnerstag während seines offiziellen Besuchs in Turkmenistan mit dem Landespräsidenten Gurbanguly Berdymuchamedow zusammen.

    Bei dem Treffen sollen Fragen der bilateralen Zusammenarbeit und insbesondere die Kooperation im Brennstoffbereich erörtert werden.

    Österreich ist eines der Schlüsselländer im Projekt der Nabucco-Pipeline, über die Erdgas aus der Region um das Kaspische Meer an Russland vorbei nach Zentraleuropa gepumpt werden soll. Der größte österreichische Energiekonzern OMV ist einer der Mitstifter und Hauptförderer des Projekts.

    Die rund 3300 Kilometer lange Pipeline soll eine Kapazität von 31 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr erreichen. Die 7,9 Milliarden Euro teure Pipeline ist im Grunde genommen eine Verlängerung der vorhandenen Leitung Baku-Tiflis-Erzurum. Die Rohre sollen durch Aserbaidschan, Georgien, die Türkei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Österreich führen.

    Gegenwärtig liefert Turkmenistan Erdgas an Russland, China und den Iran.

    Expertenschätzungen zufolge will Fischer bei dem Treffen die Unterzeichnung einer offiziellen Verpflichtungserklärung für die Lieferungen von Gas für Nabucco erreichen. Zudem werde der österreichische Staatschef sich auch für die Beschleunigung der Umsetzung des Bauprojekts der Trans-Kaspischen Gaspipeline, die Turkmenistan mit Aserbaidschan verbindet, einsetzen. Die Realisierung dieses Projekts stockt wegen des ungelösten Rechtsstatus des Kaspischen Meeres.

    Obwohl Aschchabad mehrmals seine Unterstützung für Nabucco bekundet hatte, in der Praxis jedoch sind die Gasverkäufe an den Landesgrenzen die Regel.

    Es wird erwartet, dass im Ergebnis der Verhandlungen die Seiten ein Paket von bilateralen Verträgen unterzeichnen werden.

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