14:58 21 November 2017
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    Iran löst möglicherweise russische Gaslieferungen in die Türkei ab

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    Der Iran ist zum Ausbau seines Gasexports in die Türkei bereit, seitdem das türkische Gasversorgungsunternehmen Botas den Vertrag mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom nicht mehr verlängern will, meldet Reuters am Donnerstag unter Berufung auf einen hochrangigen iranischen Beamten.


    Der Iran ist zum Ausbau seines Gasexports in die Türkei bereit, seitdem das türkische Gasversorgungsunternehmen Botas den Vertrag mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom nicht mehr verlängern will, meldet Reuters am Donnerstag unter Berufung auf einen hochrangigen iranischen Beamten.

    „Die Türkei hat bereits früher mit dem Iran über eine mögliche Steigerung der Liefermengen von iranischem Erdgas verhandelt… Der Iran ist bereit, den Gasexport auf Bitte der Türkei zu erhöhen“, zitiert die iranische Agentur Mehr den Geschäftsführer des iranischen Unternehmens NIGC (National Iranian Gas Company), Javad Oji.

    Laut Oji hat NIGC bisher durchschnittlich 24 Millionen Kubikmeter pro Tag in die Türkei geliefert. Ab März soll der Export von iranischem Gas in die Türkei um zwölf Prozent erweitert werden. 

    Botas hatte der Gazprom-Leitung Anfang Oktober mitgeteilt, den am 31. Dezember ablaufenden Vertrag über die Lieferungen von jährlich sechs Milliarden Kubikmeter Gas wegen Unstimmigkeiten über den Preis nicht mehr verlängern zu wollen.

    Nach der Möglichkeit einer Preisänderung für iranisches Gas gefragt, sagte der Manager, das Geschäft sei zu „offenen Bedingungen“ getätigt worden. „Die beiden Seiten sind berechtigt, je nach globalen Marktverhältnissen über eine Preisänderung zu verhandeln… Bis  jetzt sind aber noch keine Verhandlungen darüber geführt worden“, so Oji.

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