23:18 23 November 2017
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    Athen lädt Medwedew ein: Russlands Hilfe bei Bewältigung der Krise erhofft

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    Wirtschaftskrise in Griechenland (264)
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    Die Regierung Griechenlands lädt Russlands Präsident Dmitri Medwedew nach Athen ein und rechnet mit einer Unterstützung Russlands bei der Überwindung der Krise.

    Die Regierung Griechenlands lädt Russlands Präsident Dmitri Medwedew nach Athen ein und rechnet mit einer Unterstützung Russlands bei der Überwindung der Krise.

    „Wir rechnen mit einer Unterstützung durch Russland, aber auch durch China, Indien und Brasilien im Internationalen Währungsfonds“, sagte Finanzminister Evangelos Venzelos am Freitag im griechischen Parlament.

    Die vom Minister aufgezählten BRIC-Länder sind mit beachtlichen Beiträgen am IWF beteiligt. Von ihrer Unterstützung hängt auch ab, ob die dem IWF zur Verfügung stehenden Geldfonds eventuell vergrößert werden.

    Das Hilfsprogramm für Griechenland ist das größte in der Geschichte des IWF. Die Troika der Griechenland-Gläubiger (EU, EZB und IWF) hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass die Rezession der griechischen Wirtschaft stärker sein werde als ursprünglich prognostiziert. Eine Wiederherstellung der Wirtschaft dieses Landes sei frühestens 2013 zu erwarten.

    In seiner Stellungnahme zu möglichen Wegen zur Regelung der Probleme Griechenlands hatte der russische Premier Wladimir Putin am Dienstag geäußert: „Ich denke nicht, dass die BRIC-Länder dabei eine besondere Rolle spielen könnten: Die europäischen Großmächte haben genug Ressourcen, um diese Probleme zu lösen.“ Auf Griechenland entfallen nur zwei Prozent des europäischen BIP, insofern „lassen sich diese Probleme bestimmt lösen“, hieß es.

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