14:58 21 November 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Griechenland entschließt sich zu neuen kurzfristigen Krediten

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Wirtschaftskrise in Griechenland (264)
    0 0 11

    Griechenland hat sich entschlossen, nächste Woche weitere kurzfristige Kredite in Höhe von zwei Milliarden Euro aufzunehmen, solange die Kreditmittel der EU und des IWF noch nicht eingetroffen sind, berichtet die Athener Wirtschaftszeitung „Naftemporiki“ am Sonntag.

    Griechenland hat sich entschlossen, nächste Woche weitere kurzfristige Kredite in Höhe von zwei Milliarden Euro aufzunehmen, solange die Kreditmittel der EU und des IWF noch nicht eingetroffen sind, berichtet die Athener Wirtschaftszeitung „Naftemporiki“ am Sonntag.

    Am 18. Oktober will die griechische Agentur für die Verwaltung der Staatsschulden einen dreimonatigen Diskontkredit für 1,25 Milliarden Euro (mit einer möglichen Erweiterung bis auf zwei Milliarden Euro) aufnehmen. Kurzfristige Kredite sind wegen ihrer hohen Zinssätze unvorteilhaft, Griechenland muss jedoch dazu greifen, um die Forderungen der früheren Wertpapiere zu refinanzieren.

    Am 20. September platzierte Griechenland für drei Monate Schatzwechsel für 1,625 Milliarden Euro mit einem Zinssatz von 4,56 Prozent.

    Im Oktober beschlossen die Europäische Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF), weitere acht Milliarden Euro als Teil des 110-Milliarden-Kredits für Griechenland auszuzahlen, das Geld trifft aber erst Anfang November ein.

    Im Austausch willigte die griechische Regierung ein, erneut die Ausgaben, die Löhne und die Renten sowie die Beamtenzahl im Land zu kürzen.

    Allein im November und Dezember muss Griechenland kurzfristige Schulden für acht Milliarden Euro refinanzieren.

    In diesem Jahr hat Griechenland bereits Kredite für 29,8 Milliarden Euro aufgenommen. Bis zum Jahresende soll die Kredithöhe bis auf 40 Milliarden Euro steigen.

    Themen:
    Wirtschaftskrise in Griechenland (264)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren