03:06 24 November 2017
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    Gazprom und Eni wollen South Stream fristgerecht fertig stellen

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    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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    Der russische Energiegigant Gazprom und der italienische Konzern Eni haben vor, die Pipeline South-Stream von Russland nach Südeuropa termingerecht fertig zu stellen.

    Der russische Energiegigant Gazprom und der italienische Konzern Eni haben vor, die Pipeline South-Stream von Russland nach Südeuropa termingerecht fertig zu stellen. 

    Wie das russische Unternehmen am Montag mitteilte, ging es darum bei einem Treffen von Gazprom-Chef Alexej Miller mit Eni-CEO Paolo Scaroni in Moskau.

    Über die Gaspipeline South Stream soll russisches Erdgas ab 2015 nach Südeuropa strömen. Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa sicherstellen und die Abhängigkeit von den Transitstaaten verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Varna (Bulgarien) gebaut werden. Außerdem sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.

    Die Bauarbeiten sollen 2013 beginnen. Das Projekt mit einem geschätzten Volumen von 15,5 Milliarden Euro stößt auf Ablehnung bei der Ukraine, dem wichtigsten Transitland für das russische Erdgas. Die finanziell angeschlagene Ex-Sowjetrepublik befürchtet durch die beiden neuen Gasrouten (South Stream und der Ostsee-Pipeline Nord Stream) einen immensen Einnahmeverlust und fordert eine Verlegung von South Stream über ihr Territorium. 

    Neben Gazprom (50 Prozent) und Eni (20 Prozent) sind auch die Wintershall Holding GmbH und EDF mit jeweils 15 Prozent am Projekt beteiligt.

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