03:01 24 November 2017
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    Gaslieferungen

    Montenegro will in South Stream einsteigen

    © RIA Novosti. Alexandr Mazurkevich
    Wirtschaft
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    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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    Montenegro hat sein Interesse am russischen Gasprojekt South Stream bekundet.

    Montenegro hat sein Interesse am russischen Gasprojekt South Stream bekundet.

    Den Wunsch, an dem Projekt teilzunehmen, äußerte die montenegrinische Seite in der Sitzung des zwischenstaatlichen Regierungskomitees am Mittwoch, das von dem russischen Zivilschutzminister Sergej Shojgu und dem Außenminister Montenegros Milan Roćen geleitet wird. 

    Wie eine Sprecherin des russischen Zivilschutzministeriums sagte, sollen nun Vertreter des russischen Energiekonzerns Gazprom das Land besuchen und die Beitrittsmöglichkeiten prüfen.

    Die Rohrleitung South Stream mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa sicherstellen und die Abhängigkeit von den Transitstaaten verringern.

    Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt hat einen geschätzten Wert zwischen 8 und 25 Milliarden Euro. Für den Bau des Festlandabschnittes des Stranges wurden bereits mit Bulgarien, Serbien, Ungarn, Griechenland, Kroatien, Slowenien und Österreich entsprechende Verträge unterzeichnet.


    Die ersten Lieferungen sind für 2015 geplant. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - soll auf dem Meeresgrund in einer Tiefe von bis zu 2000 Meter verlegt werden. Die geplante Durchlasskapazität der Pipeline beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Das sind etwa 35 Prozent des gesamten europäischen Gasbedarfs. Die Leitung soll die Abhängigkeit von Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern.

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