03:49 21 November 2017
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    Janukowitsch: „Gasfrage“ mit Russland kurz vor der Lösung

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    Moskau und Kiew stehen laut dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch kurz vor dem Abschluss ihrer Verhandlungen über die Revision des Gaspreises. Eine Übereinkunft könnte womöglich noch im Oktober erzielt werden.

    Moskau und Kiew stehen laut dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch kurz vor dem Abschluss ihrer Verhandlungen über die Revision des Gaspreises. Eine Übereinkunft könnte womöglich noch im Oktober erzielt werden.

    „Ich hoffe, dass wir in der nächsten Zeit, wahrscheinlich bereits in diesem Monat, auch die Gasfrage lösen werden. Die Lösung ist zwar schwierig, wir stehen aber schon nah davor“, sagte Janukowitsch am Mittwoch in Kiew in einem Fernsehinterview.

    Die Regierung in Kiew versucht seit Monaten, eine neue Preisformel für das russische Gas durchzusetzen. Laut dem Vertrag aus dem Jahr 2009, den die damalige Regierungschefin Julia Timoschenko mit Russland ausgehandelt hatte, hängt der Gaspreis vom Ölpreis auf den Weltmärkten ab.

    Timoschenko war Anfang Oktober vom Gericht in Kiew zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauch bei der Billigung dieser Gasgeschäfte mit Russland verurteilt worden.

    Im ersten Quartal 2010 hatte die Ukraine russisches Gas für 305 Dollar pro 1000 Kubikmeter gekauft, bevor sie im April von Russland einen Rabatt von 30 Prozent (aber höchstens 100 Dollar pro 1000 Kubikmeter) vom marktkonformen Gaspreis erhielt. Im Gegenzug willigte die Ukraine in die vom Kreml längst angestrebte Verlängerung des Pachtvertrages für die russische Marinebasis im ukrainischen Sewastopol ein. Im dritten Quartal dieses Jahres muss die Ukraine bereits 354 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter hinblättern.

    Kiew will für das Gas aus Russland maximal 200 Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen. Im Sommer drohte der ukrainische Premier Nikolaj Asarow sogar, den Gasvertrag gerichtlich zu kündigen.

    Gas war eines der Themen auch bei dem jüngsten Treffen der Präsidenten Russlands und der Ukraine, Dmitri Medwedew und Viktor Janukowitsch, am Dienstag in Donezk gewesen.

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