08:50 21 November 2017
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    Russland-EU: Verhandlungen zum dritten Energiepaket in Sackgasse

    © RIA Novosti. Alexandr Mazurkevich
    Wirtschaft
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    Bei den Verhandlungen zwischen Russland und der EU über das dritte Energiepaket, das eine Aufspaltung der Energiekonzerne in Produktion und Betriebsnetze vorsieht, gibt es nach Worten des russischen Energieministers Sergej Schmatko keinen Fortschritt.

    Bei den Verhandlungen zwischen Russland und der EU über das dritte Energiepaket, das eine Aufspaltung der Energiekonzerne in Produktion und Betriebsnetze vorsieht, gibt es nach Worten des russischen Energieministers Sergej Schmatko keinen Fortschritt.

    „Leider sind unsere Verhandlungen mit der EU-Kommission darüber, wie Russlands Interessen im Rahmen der aktuellen europäischen Gesetze, und zwar des dritten Energiepakets, berücksichtigt werden könnten, in eine Sackgasse geraten“, sagte Schmatko am Montag.

    Die EU-Kommission habe alle Vorschläge Russlands zurückgewiesen. Russland würde aber trotzdem alle seinen Verpflichtungen in Bezug auf die Öl- und Gaslieferungen erfüllen.
    Schmatko zufolge sind die Entwicklung einer modernen Infrastruktur sowie langfristige Verträge, die stabile Zahlungen garantieren würden, und klare Preisbildung die wichtigsten Bedingungen.

    Die aktuelle Lage dränge Russland dazu, die Pläne zu ändern und die östliche Richtung der russischen Energiepolitik schneller zu entwickeln.

    Das dritte Energiepaket der EU sollte im März 2011 in Kraft treten, doch viele Länder haben diesen Termin verpasst. Die Einschränkungen, die das Energiepaket für die vertikal integrierten Unternehmen vorsieht, betreffen unter anderem den russischen Konzern Gazprom.

    Mitte Oktober hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew geäußert, dass das dritte Energiepaket Probleme für die Gaskooperation zwischen Russland und der EU schaffe, und mit Gegenmaßnahmen gedroht.

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