02:54 22 November 2017
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    Griechenlandhilfe: EU-Kommission setzt auf private Investoren

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    Die EU-Kommission rechnet laut ihrem Pressesprecher Amadeu Altafaj-Tardio damit, dass der neue Rettungsplan für Griechenland, der eine Vergrößerung des Anteils der Abschreibungen vorsieht, dank einer freiwilligen Beteiligung von Privatinvestoren umgesetzt wird.

    Die EU-Kommission rechnet laut ihrem Pressesprecher Amadeu Altafaj-Tardio damit, dass der neue Rettungsplan für Griechenland, der eine Vergrößerung des Anteils der Abschreibungen vorsieht, dank einer freiwilligen Beteiligung von Privatinvestoren umgesetzt wird.

    Die Position des EU-Kommissionschefs Jose Manuel Barroso und des EU-Kommissars Olli Rehn sei wie folgt: Sie ziehen etwas vor, was sich auf eine freiwillige Grundlage stützt, so der Pressesprecher.

    Ein zweiter Rettungsplan für Griechenland, der eine 160 Milliarden Euro Hilfe vorsieht, war bereits am 21. Juli konzipiert worden. 109 Milliarden Euro sollten dabei aus offiziellen Quellen bereitgestellt werden, den Rest sollten Privatinvestoren auf dem Wege einer freiwilligen Umschuldung der Staatsschulden einbringen. Dieser Plan sah eine Abschreibung von rund 21 Prozent der griechischen Staatsschulden durch die privaten Investoren vor.

    Der Prozess der freiwilligen Einschaltung der Privatinvestoren zog sich allerdings in die Länge. Die Lage Griechenlands, die sich seit Sommer verschlechterte,  machte eine Vergrößerung des Umfangs der Abschreibungen notwendig.

    Einige Politiker und Experten hatten bereits früher die Meinung geäußert, dass die Vergrößerung der Abschreibungen der griechischen Schulden durch die privaten Investoren 40 bis 60 Prozent ausmachen müsste. Manche Analysten glauben aber, dass auch solche Maßnahmen nicht ausreichen würden, um die Situation in Griechenland zu verbessern.

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